Das MVZ war vor drei Jahren am Klinikum Mitte eingerichtet worden, das zum städtischen Verbund Gesundheit Nord (Geno) gehört. Das MVZ ist eine Tochter der Geno und beschäftigt rund 80 Mitarbeiter, die bereits in mehreren Belegschaftsversammlungen, wie es hieß, "unmissverständlich ihre Sorgen um die Arbeitsplätze beschrieben" hätten, heißt es im "Weser Kurier".
Der Aufsichtsrat der Gesundheit Nord hat die drohende Insolvenz kürzlich auf Grundlage einer Expertise von externen Wirtschaftsprüfern. Wenn nicht sofort etwas geschehe, drohten bei der Ambulanz Bremen so hohe Schulden aufzulaufen, dass bald Schluss sein könnte. Es sei absehbar, dass das Eigenkapital des Betriebs am 31. Dezember zerronnen sei, ziertiert der "Weser Kurier" die Wirtschaftsprüfer.
Geno stellt Kredit zu üblichen Konditionen zur Verfügung
In letztere Minute soll nun durch einen Kredit dafür gesorgt werden, dass die Ambulanz Bremen zahlungsfähig bleibt und eine Überschuldung mit notwendiger Anzeige beim Insolvenzrichter abgewendet werden kann. Den Betrag von 3,5 Millionen Euro soll die städtische Klinik-Dachgesellschaft Gesundheit Nord zur Verfügung stellen – und zwar ausdrücklich nicht zu Sonderkonditionen, sondern zu Bedingungen,wie sie am Kreditmarkt üblich sind.
Zu viel für oft alte Medizintechnik bezahlt
Bei der Auflistung der Gründe für die prekäre Lage verweisen die Wirtschaftsexperten unter anderem darauf, dass die Gesundheit Nord für die medizinisch-technische Substanz der Praxen, aus denen dann der MVZ-Verbund geschmiedet wurde, viel und womöglich zu viel bezahlt habe. Zur wirtschaftlichen Krise habe auch beigetragen, dass sich einige der übernommenen Geräte als nicht so robust erwiesen hätten, wie zunächst kalkuliert. Ein Linearbeschleuniger in der Strahlentherapie falle öfter aus, was Folgen bei Einkünften und Reparaturkosten habe.


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