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Ärztehaus und BildungszentrumKreistag stimmt weiteren Bauprojekten der Alb Fils Kliniken zu

Der Kreistag des Landkreises Göppingen hat zwei Bauprojekten der Alb Fils Kliniken die Freigabe erteilt. Geplant sind ein Ärztehaus und ein Bildungszentrum, die den Neubau der Klinik am Eichert vervollständigen.

Blaupause
Pixabay

Symbolfoto

Während das Ärztehaus komplett neu in die Bau-Planungen aufgenommen wurde, ist das bereits in den bisherigen Planungen enthaltene Bildungszentrum nun um weitere Funktionen ergänzt und damit bei gleichzeitig neuer Verortung an aktuelle Erfordernisse angepasst worden.

Das Ärztehaus soll ein fünfstöckiges Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 3500 Quadratmetern werden. Neben den zum Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Alb Fils Kliniken gehörenden Praxen für Hämato-Onkologie, Gynäkologie, Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie sowie Gefäßchirurgie soll in das oberste Stockwerk des Ärztehauses ein Ambulantes Operationszentrum mit zwei OP-Sälen einziehen.

Daneben erhält auch der Betriebsärztliche Dienst der Alb Fils Kliniken Räumlichkeiten, um seine Dienstleistungen für Dritte ausweiten zu können. „Mit dem ambulanten Operationszentrum tragen wir der zunehmenden Ambulantisierung medizinischer Leistungen Rechnung“, betont Dr. Ingo Hüttner, der Medizinische Geschäftsführer der Alb Fils Kliniken. Mit den Bauarbeiten für das Gebäude soll im Frühjahr 2021 begonnen werden, bereits im Sommer 2022 könnte der Umzug stattfinden.

Bildungszentrum bis Ende 2023 bezugsfertig

Sobald das Ärztehaus steht und bezogen ist, kann das bisherige Gebäude des MVZ für Hämato-Onkologie am Dr. Paul-Goes-Weg abgerissen werden. An seiner Stelle wird dann das Bildungszentrum errichtet. Einziehen wird zum einen die Schule für Pflegeberufe, die jetzt noch in der Pappelallee nahe des Göppinger Bahnhofs untergebracht ist. „Für die Auszubildenden entfallen somit die langen Wegezeiten zwischen theoretischem Unterricht in der Schule und praktischer Ausbildung in der Klinik, und sie können künftig die Klinik-Infrastruktur effizienter nutzen“, so der Kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Schmid.

Zweiter Hauptnutzer des Bildungszentrums ist das Sozialpädiatrische Zentrum. Außerdem erhalten das Institut für Fort- und Weiterbildung sowie die Hauptamtlichen Praxisanleiter Mehrzweckräume für Unterrichts- und Weiterbildungszwecke. Die Erweiterung der ursprünglichen Planung für dieses Gebäude war vor allem durch den Ausbau der Ausbildungsgänge (Krankenpflegehilfe und perspektivisch OTA und ATA) nötig geworden. Das viergeschossige Gebäude wird über eine Nutzfläche von knapp 2000 Quadratmetern verfügen und soll Ende 2023 bezugsfertig sein.

Erhöhung der Gesamtprojektkosten

Durch Ärztehaus und erweitertes Bildungszentrum erhöhen sich Kubatur und Nutzfläche für das Gesamtprojekt. „Die beiden Projekterweiterungen führen zu einer erheblichen Zunahme des Bau-Umfangs. Dadurch erhöhen sich, bei unveränderten Kosten für den eigentlichen Klinikneubau, auch die Kosten für das Gesamtprojekt“, so Wolfgang Schmid. Die Kosten für das Ärztehaus betragen circa 17 Millionen Euro, für die Erweiterung des Bildungszentrums fallen zusätzlich 5,2 Millionen Euro (Bildungszentrum und Sozialpädiatrisches Zentrum gesamt: 11,1 Millionen Euro).

Die Erhöhung der Gesamtprojektkosten fällt jedoch moderater aus, da für die Integration der Klinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie bisher eine Aufstockung auf der Südseite des neuen Klinikgebäudes vorgesehen war, die jetzt entfallen kann. Somit werden 4,8 Millionen Euro frei, die bisher in den Projektkosten enthalten waren. „Das Gesamtkostenvolumen erhöht sich somit von bisher 427,6 Millionen auf jetzt 445 Millionen Euro“, erklärt Wolfgang Schmid.

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