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LandesrechnungshofKritik am Bau der Ulmer Chirurgie

Der baden-württembergische Landesrechnungshof hat seine Kritik an Bau und Finanzierung der neuen Ulmer Chirurgie bekräftigt.

Während der Realisierung des 240-Millionen-Euro-Projekts sei die Einhaltung des Zeit- und Kostenplans höher gewichtet worden als die Qualität des Bauwerks, kritisieren die Finanzprüfer. Auch die Übertragung der Bauherrenschaft an die Uniklinik habe sich nicht bewährt, und die Finanzierung des Vorhabens über Kredite sei riskant und nicht wirtschaftlich gewesen. Dagegen hat das Uni-Klinikum die Kritik des Landesrechnungshofs erneut als nicht nachvollziehbar zurückgewiesen, berichtet die "Schwäbische Zeitung".

Die Klinik wehrt sich gegen die Kritik des Rechnungshofes. Der Neubau der Chirurgie und Dermatologie sei in hoher Qualität erstellt worden und erfülle alle Anforderungen an ein universitäres Klinikgebäude. "Die Patienten nehmen den Neubau sehr gut an", heißt es in der Mitteilung weiter, die der "Schwäbischen Zeitung" vorliegt. Die vom Rechnungshof monierten baulichen Mängel seien zu mehr als 95 Prozent inzwischen behoben – und zwar auf Kosten des Generalunternehmers. Die festgestellten Mängel seien ohnedies kleinere Beanstandungen wie Kratzer im material oder schlecht schließende Türen gewesen.

Die neue Chirurgie wurde von 2008 bis 2012 gebaut und im Juni vergangenen Jahres in Betrieb genommen. Die Klinik bietet Platz für 315 Betten und 15 OP-Säle.

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