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NotfallversorgungLandesregierung erinnert Helios an den Krankenhausplan

Der drohende Ärztemangel an den Schweriner Helios-Kliniken hat einem Bericht des Rundfunksenders NDR 1 Radio MV zufolge das Sozialministerium auf den Plan gerufen.

In einem Schreiben an die Klinikleitung verlange das Ministerium als Aufsichtsbehörde schnelle Lösungen. Anlass sei die Situation der Augenklinik im größten privaten Krankenhaus des Landes. Das Ärzteteam um den bisherigen Chefarzt wechselt laut NDR zum großen Teil in die Region Vorpommern und lässt sich dort privat nieder. In Schwerin sei die Notfall-Versorgung vor allem vor den unfallträchtigen Festtagen und der Silvesternacht gefährdet. In dem Ministeriums-Schreiben sei von "einer prekären Situation" die Rede. Klinik-Chef Thomas Rupp werde an die Verpflichtungen aus dem Krankenhausplan erinnert, nach denen die Klinik die augenärztliche Versorgung sicherstellen müsse. Geschehe das nicht, drohe das Ministerium mit einer Überprüfung der Fördermittel. Rund 2,1 Millionen Euro seien in die neuen Operationssäle der Augenklinik geflossen.

Exodus der Augenärzte
Laut NDR führen Experten der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) den Exodus der Augenärzte auf die Situation bei Helios zurück. Es gehe darum, immer mehr neue Patienten aufzunehmen, "Fälle zu machen", um Geld zu verdienen, zitiert der NDR einen KV-Vertreter. Die Ärzte wollten sich dem Druck der Klinikleitung nicht mehr beugen. Die Klinikleitung war am Donnerstagabend für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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