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Jahresabschluss 2020Landkreis stützt Main-Kinzig-Kliniken mit Millionen

Die Main-Kinzig-Kliniken haben das Geschäftsjahr 2020 mit einem kleinen Plus und einer Umsatzsteigerung abgeschlossen – auch weil der Landkreis Millionen zuschoss. Für 2021 sieht es deutlich schlechter aus.

Kalkulation
Gina Sanders/stock.adobe.com

Symbolfoto

Die hessischen Main-Kinzig-Kliniken haben das Geschäftsjahr 2020 mit einem kleinen Plus in Höhe von 122 000 Euro und einer Umsatzsteigerung auf 170 Millionen Euro (Umsatz 2019: 155 Millionen Euro) abgeschlossen. Dieses Ergebnis habe dank des Rettungsschirms der Bundesregierung sowie durch die Unterstützung des Eigentümers – des Main-Kinzig-Kreises – erzielt werden können, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Kliniken, Landrat Thorsten Stolz: „Mit einer Eigenkapitalerhöhung um 22 Millionen Euro hat der Kreistag bewiesen, wie ernst wir unsere Verantwortung gegenüber den Kliniken und für die Gesundheitsversorgung der Menschen dieser Region nehmen.” Für das laufende Jahr gehen die Verantwortlichen laut Wirtschaftsplan 2021 von einem deutlichen Minus aus: „Auch wenn wir aktuell einen deutlichen Zulauf der Patienten spüren, erwarten wir für 2021 ein Defizit von rund 4,5 Millionen Euro“, sagte Stolz.

Insgesamt behandelten die Kliniken an ihren zwei Standorten in Gelnhausen und Schlüchtern im vergangenen Jahr 28 734 Patienten stationär, 16 Prozent weniger als im Jahr 2019. Auch in der ambulanten Versorgung gab es laut Geschäftsführer Dieter Bartsch einen Rückgang um 13 Prozent, im Bereich der ambulanten Operationen wurden sogar 20 Prozent weniger Patienten versorgt. Zugleich stiegen die Ausgaben durch höhere Sachkosten – beispielsweise für die Anschaffung der Schutzausrüstung – und eine andere Personalstruktur, die zur Versorgung der Covid-Patienten nötig war. Bis Anfang Juli 2021 wurden insgesamt 1188 Patienten mit einer Coronainfektion behandelt, 938 in Gelnhausen und 250 in Schlüchtern. Davon benötigten 222 Patienten eine intensivmedizinische Versorgung.

Bauprojekte liefen auch während der Pandemie weiter. So wurde unter anderem der Neubau in Gelnhausen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 43 Millionen Euro fertiggestellt, sagte Bartsch: „Wir haben das Gebäude mit Beginn der Pandemie noch dringlicher gebraucht als schon zuvor.” Deshalb seien die einzelnen Etagen zügig nach deren Fertigstellung schrittweise in Betrieb genommen worden. Nachdem im Sommer vergangenen Jahres zunächst das Erdgeschoss mit der neuen Notaufnahme und dem neuen Eingangsbereich sowie das erste Obergeschoss mit Arztzimmern und Sekretariaten genutzt wurden, folgten im Herbst die beiden Stationen im dritten und vierten Obergeschoss. Im Juni 2021 öffnete die neue Intensivstation im zweiten Obergeschoss die Türen.

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