40 Millionen Euro will das städtische Klinikum "Ernst von Bergmann" in den kommenden fünf Jahren in die Erweiterung seiner Kapazitäten investieren. Je zur Hälfte soll das Geld aus eigenen Mitteln und vom Land kommen, das den Um- und Ausbau von Krankenhäusern mit einer Baupauschale fördert, berichten die "Potsdamer Neusten Nachrichten". Das Klinikum der Landeshauptstadt steigt ab 2014 zum größten Krankenhaus Brandenburgs auf und löst damit das Carl-Thiem-Klinikum Cottbus als Nummer eins im Land ab.
Bettenzahl in Cottbus sinkt
Derzeit hat das Bergmann-Klinikum 1099 zugelassene vollstationäre Betten sowie Tagesklinikplätze; beim Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum sind es 1227 Plätze. Laut des im Juni 2013 vom Brandenburger Landtag beschlossenen Landeskrankenhausplans für den Zeitraum von 2014 bis 2018 wird die Soll-Betten-Zahl inklusive Tagesklinikplätze in Cottbus auf 1163 sinken. Das Potsdamer Bergmann-Klinikum erhält dagegen 99 Betten mehr und verfügt ab 2014 über 1198 Betten.
Grebner hält am Wunsch einer Herzchirurgie fest
Die Fallzahlen im Potsdamer Klinikum sind stetig gestiegen: Wurden 2007 genau 36.051 Patienten vollstationär behandelt, waren es 2012 bereits 38.200, berichtet die Zeitung. Das Bettenplus für Potsdam erfolgt, obwohl die Landespolitik den Antrag des Bergmann-Klinikums für die Einrichtung eines Zentrums für Herzchirurgie abgelehnt hat. Klinikumchef Steffen Grebner und Wenisch erklärten in Reaktion darauf, das Bergmann-Klinikum werde den Antrag zur Etablierung einer Herzchirurgie in vier Jahren mit einem noch besseren Konzept erneut stellen.
Positionierung im Speckgürtel von Berlin
Die Gründe dafür, dass das Bergmann-Klinikum dennoch um 99 Betten wachsen darf, liegen in der demografischen Entwicklung – die Verschiebung der Altersstruktur, der Rückgang der Bevölkerungsdichte in der brandenburgischen Peripherie, die Bevölkerungskonzentration auf den sogenannten Speckgürtel um Berlin, voran die rasant wachsende Stadt Potsdam. Lesen Sie dazu auch auch den Artikel Image aufpoliert, Ertrag gesteigert über das Klinikum Ernst von Bergmann.


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