Hintergrund des Rechtsstreits zwischen dem Leiter der Wirtschaftsabteilung und der Spitalstiftung Konstanz als Trägerin des Klinikums ist eine 2007 getroffene Abmachung, berichtet der "Südkurier". Sollte der Abteilungsleiter Energiekosten senken, erhält er eine großzügige Gratifikation. Durch Neuausschreibung der Belieferung – der Markt war liberalisiert worden – ist der Gaspreis enorm gesunken. Der Klinikmitarbeiter und sein Anwalt errechneten laut "Südkurier" für die Jahre 2008 und 2009 eine Einsparung von 1,4 Millionen Euro. 20 Prozent davon sollten als Bonus an die Wirtschaftsabteilung fließen. Wiederum 89 Prozent davon fordert der Mitarbeiter. Letztendlich ging es um rund 226.000 Euro, die er in Freizeit abgegolten haben will: Das wären 914 Tage gewesen. Addiert mit den Tagen aus den Überstunden hätte der Mitarbeiter 2009, vier Jahre vor seinem regulären Ruhestand, seinen Schreibtisch am Klinikum räumen können. Der Beamte hat am Klinikum eine halbe Stelle inne, weitere 50 Prozent ist er für eine Einkaufsgemeinschaft mehrerer Kliniken tätig.
Knackpunkt in den bisherigen Verhandlungen war, auf welcher Grundlage die Gaskosten-Einsparung berechnet werden muss. Die Differenz zwischen 2008 zum alten Preis von 2007 ist unstrittig. Frage blieb, an welchem Jahr sich das Ergebnis von 2009 orientiert. Mehrere Vorschläge des Arbeitsgerichts zur gütlichen Einigung waren gescheitet.




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