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Pflichtverletzung und MissmanagementMK-Kliniken verklagen Ex-Vorstand Wopen auf Schadensersatz

Die MK-Kliniken AG haben ihren ehemaligen Vorstand Dieter Wopen beim Landgericht Hamburg wegen schwerer Pflichtverletzungen, Missmanagement und unehrbarem Verhalten auf einen Schadensersatz in Höhe von 5,7 Millionen Euro verklagt.

Schadensersatz
Foto: Pixabay

Hintergrund war eine behördlich veranlasste Schließung zweier zum MK-Konzern (vormals Marseille-Kliniken AG) gehörenden Einrichtungen in Meerbusch bei Düsseldorf.

Die Heimaufsichtsbehörde des Landkreises Rhein-Kreis Neuss hatte 2013 Mängel in Versorgung und Pflege der Bewohner der beiden Einrichtungen als Begründung für die behördliche Schließung angeführt und damit auch den damaligen Vorstand der MK-Kliniken und Geschäftsführer der Betreiber-GmbHs der Einrichtungen, Michael Thanheiser, schwer belastet.

Michael Thanheiser ist heute Vorstandsvorsitzender beim Wettbewerber Maternus-Kliniken AG und Geschäftsführer bei CURA Seniorenwohn-und Pflegeheime Dienstleistungs GmbH, wurde nach seinem Ausscheiden im Jahre 2013 von den MK-Kliniken Ende 2015 dafür auf Schadensersatz in Höhe von 5.729.000 Euro verklagt.

Im Zuge der gerichtlichen Auseinandersetzung belastete Thanheiser seinen Ex-Kollegen Dieter Wopen schwer und machte diesen für die Schließung der beiden Häuser verantwortlich. Wopen habe trotz Kenntnis der Umstände bestimmte notwendige Maßnahmen nicht ergriffen, mit denen eine Schließung der Häuser hätte verhindert werden können.

Dies veranlasste die MK-Kliniken nun dazu, die Schadensersatzklage gegen Michael Thanheiser auf seinen ehemaligen Kollegen und späteren Alleinvorstand der MK-Kliniken, Dieter Wopen, auszuweiten. Sie werden als gesamtschuldnerisch für den eingetretenen Schaden verantwortlich erachtet.

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