Die Gutachter von GÖK-Consulting empfehlen, die Klinik Nagold zum Schwerpunktkrankenhaus mit 269 Betten mit Grund- und Regelversorgung inklusive ausgewählter Schwerpunkte zu machen und in Calw ein 100-Betten-Haus für die Grund- und Regelversorgung neu zu bauen, berichtet der "Schwarzwälder Bote".
GÖK-Vorstand Jörg Risse präsentierte das mit Spannung erwartete Gutachten. Er stellte für die beiden Kliniken bei einem Umsatz von 61,5 Millionen Euro 2012 einen Verlust von 6,26 Millionen Euro fest. Die Kliniken steigerten zwar die Zahl der behandelten Fälle. Da die Schwere der Fälle aber zunahm, sank die Höhe der fallbezogenen Entlohnung. Risse nannte auch die steigenden Personalkosten als Grund für das Defizit. Beide Häuser haben seiner Einschätzung nach klare Überkapazitäten. 2012 hatte das 191-Planbetten-Haus in Calw 29 Betten, das 219-Betten-Haus Nagold 20 Betten zu viel, so der GÖK-Mann. Er stellte drei mögliche Szenarios vor, die im Schwarzwälder Boten kurz erläutert werden. Kern der Strategie ist eine Verlagerung des Schwerpunkts auf den Standort Nagold. Als einen Hauptgrund nannte Risse, dass man dort deutlich mehr neue Patienten gewinnen könne als das Haus in Calw, das durch die Sana-Klinik Bad Wildbad sehr potente Konkurrenz habe.


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