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MasterplanNeubau am Klinikum Esslingen kommt

Der Gemeinderat der Stadt Esslingen hat grünes Licht für einen großen Neubau am Klinikum Esslingen gegeben. Hierfür sind Investitionen von rund 270 Millionen Euro über 15 Jahren vorgesehen. 

Klinikum Esslingen Neubau
TPK Architekten/Klinikum Esslingen

Animiertes Luftbild des zukünftigen Klinikums Esslingen.

Der Aufsichtsrat des Klinikums Esslingen und der Gemeinderat der Stadt Esslingen haben dem ersten Bauabschnitt einer umfassenden Neubauplanung des Klinikums Esslingen zugestimmt. Die Kosten des ersten Bauabschnitts werden auf 99 Millionen Euro veranschlagt. Die vorgelegte Masterplanung des Klinikums beinhaltet Neu- und Umbaumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von insgesamt rund 270 Millionen Euro Investitionssumme über die nächsten 15 Jahre. "Dies stellt das größte Bauvolumen seit Bestehen des Klinikums dar", sagt Oberbürgermeister und Aufsichtsrat-Vorsitzender Dr. Jürgen Zieger.

Bausubstanz mehr als 50 Jahre alt 

Aktuell verfügt das Klinikum über zehn miteinander verbundene Gebäude- und Gebäudeteile, in denen Patientenversorgung stattfindet. In der über viele Jahrzehnte gewachsenen Struktur ist mittlerweile der größte Teil der Bausubstanz mehr als 50 Jahre alt und sanierungsbedürftig. Das Klinikum hat in enger Abstimmung mit dem Sozialministerium festgestellt, dass die Umsetzung moderner und patientenorientierter Versorgungs- und Unterbringungsstrukturen nur mit einem umfassenden Neubauvorhaben realisierbar sind.

Die künftigen Bauten fassen gleichartige Funktionen in baulichen Einheiten konsequent zusammen, wie zum Beispiel die Ambulanzen und Funktionsbereiche und sehen dabei eine Trennung stationärer und ambulanter Leistungen vor. Die übersichtliche neue Struktur soll dem Klinikum die Organisation erleichtern und die Patienten von patientenorientierten Abläufen mit deutlich kürzeren Wegen profitieren lassen.

Jährlicher Zuschuss von rund 2,5 Millionen Euro

Im Mittelpunkt des Bauvorhabens stehen drei Neubauten mit rund 19 000 Quadratmetern Nutzfläche, die über einen gemeinsamen Sockel im Erdgeschoss miteinander verbunden sind. Im ersten Bauabschnitt, den Aufsichtsrat und Gemeinderat nun beschlossen haben, wird zunächst ein Interimsgebäude mit 120 Betten gebaut und anschließend der erste und größte der drei geplanten Neubauten errichtet. Er umfasst sechs Stockwerke mit rund 7000 Quadratmeter Nutzfläche. Mit dem ersten Neubau werden bereits neben der Bettenstation elementare Klinikfunktionen neu geschaffen, wie die Notaufnahme, der Operationsbereich und der Wöchnerinnenbereich. Die Kostenschätzung sieht für die Realisierung des ersten Bauabschnitts ein Volumen von 99 Millionen Euro vor.

Auch künftig sei ein jährlicher Zuschuss der Stadt in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro notwendig. Die Fertigstellung des Interimsgebäudes ist im nächsten Jahr vorgesehen, anschließend beginnt der erste Neubau, der 2025 in Betrieb genommen werden soll. Das Klinikum bleibt während der gesamten Bauphase vollumfänglich für die Patientinnen und Patienten geöffnet.

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