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VivantesNeuer Aufsichtsratschef heißt Peter Zühlsdorff

Der Berliner Krankenhauskonzern hat einen neuen Aufsichtsratschef und präsentiert seine Jahresbilanz 2012: Umsatz und Gewinn sind gestiegen.

Der 72-jährige Unternehmer Peter Zühlsdorff wird der neue Aufsichtsratschef von Vivantes. Das meldet der Berliner "Tagesspiegel". Der bisherige Amtsinhaber Hartmann Kleiner (71) tritt aus Altersgründen ab. Zühlsdorff hat sich unter anderem als Sanierer des Kosmetikkonzerns Wella einen Namen gemacht, war bei der Modefirma Escada, dem Maschinenbauer Deutz, dem Pharmaunternehmen Merck oder dem Handelskonzern Tengelmann tätig, so die Zeitung. Er ist Teilhaber der Beteiligungsgesellschaft Deutsche Industrie Holding und sitzt auch im Aufsichtsrat der Bekleidungsfirma Sinn Leffers. Der Berliner Senat erwartet von Vivantes eine engere Kooperation mit der Universitätsklinik Charité, die ebenfalls dem Land gehört.

Ein Wechsel jagt den nächsten
Weiterhin sucht der Senat einen Nachfolger für Joachim Bovelet, den Vorstandsvorsitzenden von Vivantes. Er hatte seinen Rücktritt für Ende Juni angekündigt. Schon in den Monaten zuvor ging es in der Führungsetage von Vivantes zu wie in einem Taubenschlag: Finanzgeschäftsführer Bernd Kahnes trat sein Amt im April 2012 an, im September folgte der neue Personalgeschäftsführer Christian Friese und seit März 2013 hat Vivantes mit Andrea Grebe eine neue Geschäftsführerin Klinikmanagement.

Vivantes schraubt Ergebnis nach oben
Unabhängig dieser Turbulenzen hat der Berliner Klinikkonzern Vivantes sein Jahresergebnis 2012 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Es beträgt 6,7 Millionen Euro, 2011 waren es 5,1 Millionen Euro. Vivantes erwirtschaftete 2012 einen Erlös von 900 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hat Vivantes weniger investiert als im Jahr zuvor. Investitionen in Höhe von 36 Millionen Euro flossen in Bau und Ausstattung der Kliniken und Einrichtungen sowie in Medizintechnik (2011: 38 Millionen Euro). Davon waren 21 Millionen Euro Eigenmittel. Insgesamt 22,5 Millionen Euro wurden davon im letzten Jahr in Medizintechnik investiert.

Mit 14.400 Beschäftigten ist Vivantes nach der Bahn außerdem der größte Arbeitgeber der Hauptstadt.

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