Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

OberschwabenklinikOSK-Mitarbeiter sollen sechs Millionen pro Jahr einsparen

Sechs Millionen Euro soll das Personal der Oberschwabenklinik (OSK), das derzeit 1,843 Vollzeitstellen umfasst, als Solidaritätsopfer für die Zukunftssicherung der Kliniken in öffentlicher Trägerschaft des Kreises Ravensburg einbringen.

Und das jeweils für 2013 und 2014. Das berichtet die "Schwäbische Zeitung". Ab 2015 soll die OSK laut ihrer Unternehmensberatung Kienbaum aus dem laufenden Klinikbetrieb ein jährlicher Sanierungsbeitrag von 10,5 bis 12,5 Millionen Euro erwirtschaften können. Ab 2018 müsste der Landkreis Ravensburg als Klinikträger dann nur noch fünf Millionen Euro Investitionszuschuss leisten. Zuletzt musste er ein Defizit von 18 Millionen Euro im Jahr ausgleichen. Nur wenn die sechs Millionen Euro pro Jahr eingespart würden, sei der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen möglich, erklärten die OSK-Geschäftsführer Sebastian Wolf und Jörg Hempel in der "Schwäbischen Zeitung". Die Arbeitsplatzgarantie gilt auch für alle Beschäftigten der OSK-Standorte Leutkirch und Isny (bislang 130 Vollzeitstellen), die ja nach Beschluss des Kreistages bis Sommer 2013 geschlossen werden sollen.

OSK will Notlagentarifvertrag
Für dieses "Bündnis zur Sicherung der Zukunft der Oberschwabenklinik" wird eine Art Notlagentarifvertrag mit den Gewerkschaften nötig. Aus diesem Grund wollte Wolf noch keine konkreten Einsparvorschläge machen. Ein Gedankenspiel lautet: Verzichteten alle OSK-Mitarbeiter auf 50 Prozent des 13. Monatsgehalts bringe dies, zusammen mit dem Verzicht auf Lohnerhöhung für 2013, rund sechs Millionen Euro.

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen