Rund 90 Mitarbeiter des Krankenhauses Reinbek haben am Freitag 15 Minuten vor dem Haupteingang ein, um ihren Unmut über die derzeitige Gesundheitspolitik in Deutschland zu äußern. Am gleichen Tag verabschiedete zwar der Bundestag ein Gesetz, nach dem es eine Teilerhöhung der Krankenhausfinanzierung geben soll. "Doch mit dieser Erhöhung so kurz vor der Bundestagswahl", so der Kaufmännische Direktor des St. Adolf-Stifts Lothar Obst "können wir gerade mal die Hälfte der Tarifsteigerung des Jahres auffangen. Die andere Hälfte der zusätzlichen Personalkosten sowie alle weiteren steigenden Kosten wie die für Strom und Heizung, Lebensmittel, medizinischen Geräte und Versicherungen, müssen wir immer noch selbst erwirtschaften. Sie sind von der Politik im Budget für die Krankenhäuser schlichtweg nicht vorgesehen."
Das St. Adolf-Stift unterstützt damit die bundesweite Aktion "Wir alle sind das Krankenhaus", die ebenfalls auch in Schleswig-Holstein von mehr als ein Dutzend gesellschaftlich relevanten Gruppierungen und Verbänden (z.B. Kirchen, Gewerkschaften, Ärztekammer, Kassenärztliche Vereinigung, Pflegeverbände, Verband der Krankenhausdirektoren) getragen wird.


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