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Kinderklinik HarlachingPflegepersonal beschuldigt Chefarzt schwer

Mitarbeiter der Münchener Kinderklinik Harlaching erheben in einem offenen Brief schwere Vorwürfe gegen den Chefarzt.

In einem offenen Brief kritisieren Pflegekräfte "nicht nachvollziehbare Behandlungen und Eingriffe" auf der Frühchen-Station, berichtet die Münchener "Abendzeitung". Diese hätten, so geht aus dem Schreiben hervor, auch zum Tod oder zu Verletzungen von Babys geführt. Die Beschuldigungen sind so heftig, dass die Geschäftsführung des städtischen Klinikums von sich aus die Staatsanwaltschaft und einen externen Gutachter eingeschaltet hat, berichtet das Blatt weiter.

Das Personal wirft dem Arzt unter anderem vor, dass Fehler beim so genannten Anspülen der Frühgeborenen gemacht worden seien. Wenn die Frühchen zur Welt kommen, funktioniert ihr Darm noch nicht richtig. Deshalb benötigen sie eine Art Einlauf mit einer Kochsalzlösung. Im Fall eines nur 320 Gramm schweren Babys seien bis zu 40 Milliliter dafür verwendet worden – "bis der Stuhlgang aus dem Mund kam", heißt es in dem Brief vom 31. Juli. Bei mehreren Frühchen sei es, so wird weiterhin behauptet, bei diesem Anspülen "bis zur Darmperforation" gekommen.

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