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Uniklinik HalleProtest gegen eine Schließung formiert sich

SPD-Landeschefin Katrin Budde will die beiden Uni-Kliniken Sachsen-Anhalts in Magdeburg und Halle erhalten. Es werde zwar unterschiedliche Konzepte geben müssen, aber beide Standorte hätten Zukunft, sagte sie im Radiosender MDR Sachsen-Anhalt.

Der Unmut gegen die drohende Schließung der Uniklinik Halle wird lauter. Diese Woche wollen Mitarbeiter und Studierende für den Erhalt der Klinik auf die Straße gehen. Ein landesweites Bündnis aus Hochschulgruppen, Personalvertretungen und Gewerkschaften gegen die Sparpolitik wird auch von Landtags- und Bundestagsabgeordneten unterstützt.

Laut Finanzministerium kann sich das steuerschwache Sachsen-Anhalt keine zwei Unikliniken leisten. Dem Rotstift könnte die Hallenser Einrichtung zu Opfer fallen. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) verlangt mit Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), dass die Hochschulen von 2015 an ihre Etats wegen sinkender Studentenzahlen um jeweils 5 Millionen Euro im Jahr zusätzlich abschmelzen, bis 2025 die Kürzung bei 50 Millionen Euro im Jahr liegt. Bullerjahn und Haseloff argumentieren, das steuerschwache Bundesland könne sich keine zwei Unikliniken leisten. Derzeit liegt der Hochschuletat - ohne Uni-Kliniken - bei mehr als 300 Millionen Euro im Jahr. Das Land will künftig keine neuen Schulden mehr aufnehmen und den mehr als 20 Milliarden Euro großen Schuldenberg langsam abbauen.

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