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Median KlinikenReha-Kliniken vor dem Verkauf

Nach dem millardenschweren Verkauf von Krankenhäusern der Rhön-Kliniken an Frisenius könnte bald der nächste Megadeal in der deutschen Kliniklandschaft über die Bühne gehen. Laut einem Bericht der "Börsen Zeitung" will der Finanzinvestor Advent International seine deutsche Reha-Kette Median Kliniken verkaufen. Die Gespräche mit der niederländischen Beteiligungsgesellschaft Waterland, die auch die pfälzische Klinikkette RHM besitzt, stehen offenbar kurz vor dem Abschluss, berichten mehrere Medien.

Noch steht eine Einigung aus. Wie hoch der Kaufpreis sein soll, ist unklar. In der Branche kursiert jedoch eine Summe von knapp einer Milliarde Euro, was relativ nahe an der aktuellen Bewertung der Median Kliniken liegt. Sollten die Berichte zutreffen, ist der verbliebene zweite Bieter - der französische Finanzinvestor PAI Partners - wohl aus dem Rennen. Sowohl Advent wie Waterland äußern sich zu den Verkaufsmeldungen bislang nicht.

Die Median-Gründer Erich Marx und Axel Steinwarz hatten Median 2009 an die Beteiligungsgesellschaft Advent und den Immobilieninvestor Marcol verkauft. Diese haben die Klinikkette in den vergangenen Jahren durch mehrere Zukäufe aus- und umgebaut. Noch im Juni dieses Jahres hatten die Median-Chefs in einem Firmenporträt der kma erklrät, dass sie die Gruppe nicht verkaufen wollen.

Die Median-Kliniken sind nach eigenen Angaben mit 43 Einrichtungen, 7.500 Beschäftigten und mehr als 9000 Betten Deutschlands größter privater Betreiber von Rehakliniken. Erst jüngst hatte der Klinikbetreiber mit Sitz in Berlin Atos Kliniken in München und Heidelberg übernommen. Zuletzt setzte die Gruppe 500 Millionen Euro um.

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