Zehn Monate nach seiner Fristlosen Kündigung hat der frühere Kaufmännische Direktor der Universitätsklinik Freiburg, Reinhold Keil, eine neue Aufgabe bekommen: Der 54-jährige Diplom-Kaufmann soll Geschäftsführer des städtischen Reinhard-Nieter-Krankenhauses in Wilhelmshaven werden, berichtet die "Wilhelmshavener Zeitung".
Keil gilt als erfahrener Krankenhausmanager. Bis zu seiner fristlosen Kündigung im Januar dieses Jahres, gegen die er erfolgreich juristisch vorging, war er Kaufmännischer Direktor der Universitätsklinik Freiburg. Keil ist in Hessen aufgewachsen, machte eine Ausbildung als Energieanlagen-Elektroniker bis hin zum Meistertitel und arbeitete als Technischer Leiter in der Computerbranche.
Im Januar 2012 wurde er Kaufmännischen Direktor an der Uniklinik Freiburg. Er übernahm dort das Ruder gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor Rüdiger Siewert, nachdem der damalige Vorstand im Zwist zurückgetreten war. Keils Vertrag wäre regulär für fünf Jahre, also bis 2017, gelaufen. Im Januar 2014 wurde er jedoch vom Aufsichtsrat der Uniklinik mit sofortiger Wirkung abberufen. Keil stand im Ruf eines harten Sanierers und war wegen seines Sparkurses und seines Auftretens innerhalb der Klinik umstritten. Nach Angaben der Uniklinik wurde keine Abfindung mit Keil vereinbart, der vor seiner Zeit in Freiburg zehn Jahre kaufmännischer Direktor der Uniklinik Essen war.
Keil beerbt damit Andrea Aulkemeyer. Die 50-jährige Diplom-Kauffrau übernimmt zum 1. Januar 2015 das Ressort Wirtschaftsführung und Administration im Präsidium der Medizinischen Hochschule Hannover und wird zugleich deren neue Vizepräsidentin. Aulkemeyer war zuvor rund 20 Jahre lang bei der Rhön-Klinikum AG tätig, davon zehn Jahre lang als Vorstandsmitglied.


Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.
Jetzt einloggen