Die 90-Prozent-Hürde für wichtige Entscheidungen soll nach dem Willen des schwedischen Pensionsfonds wegfallen. Damit könnte nach Einschätzung von Analysten der Weg für eine Übernahme des MDax-Konzerns frei werden. 2012 war ein Verkauf Rhöns an Konkurrent Fresenius an dieser Grenze gescheitert. Der Pensionsfonds - immerhin mit 9,9 Prozent der Aktien der zweitgrößte Aktionär - will die Hürde bei der Hauptversammlung am 12. Juni kippen, teilte die Rhön-Klinikum AG mit.
Wenig Chancen auf Erfolg
Branchenbeobachter halten die Erfolgsaussichten einer Abschaffung für gering. Denn auch dafür würde die Mehrheit von 90 Prozent plus einer Aktie benötigt. Alecta ist nach Aufsichtsratschef und Rhön-Gründer Eugen Münch der zweitgrößte Aktionär der Franken. Im vergangenen Jahr hatte Münch einen Übernahmeversuch durch Fresenius eingefädelt. Doch der Rhön-Gründer scheiterte mit seinem Plan an der eigenen Satzung. Der Medizintechnikkonzern bot 3,1 Milliarden Euro für Rhön-Klinikum, verfehlte aber am Ende die angepeilten 90 Prozent der Anteile. Der Eigner des Rhön-Konkurrenten Asklepios, Bernard Broermann, hatte das Geschäft vereitelt, indem er rund fünf Prozent an Rhön erwarb.


Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.
Jetzt einloggen