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Horst-Schmidt-KlinikenRhön hat Vorbehalte gegen Hammerschlag

Bei der Besetzung der Geschäftsführung der Horst-Schmidt-Kliniken ist es offenbar zum Streit zwischen Rhön und der Stadt Wiesbaden gekommen.

Die Rhön Klinikum AG hält seit einem halben Jahr 49 Prozent der Anteile an den kommunalen Horst-Schmidt-Kliniken, der Rest liegt bei der Stadt Wiesbaden. Bisher haben beide Seiten harmoniert, doch nun gibt es Ärger um eine Personalie. Die Stadt möchte gerne Lutz Hammerschlag (62), ehemals Chefverhandler der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, in die Geschäftsführung berufen. Rhön zeigt sich darüber nicht sonderlich erfreut. André Eydt und Parwis Fotuhi sind die von Rhön entsandte HSK-Geschäftsführer, einen dritten Geschäftsführer darf die Stadt stellen, so ist es vertraglich geregelt. Die Stadt wollte eine erfahrenen Kandidaten, der auf Augenhöhe mit den Rhön-Managern verhandeln könne, und war mit Lutz Hammerschlag fündig geworden. Hammerschlag, der kürzlich seinen Posten als stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim Marburger Bund aufgegeben hatte, stellte sich Anfang der Woche dem Aufsichtsrat der HSK vor. Schon vor diesem Termin hatte Rhön angekündigt, der Konzern könnte gut auf einen dritten Geschäftsführer verzichten, berichtete der "Wiesbadener Kurier". Bei einer Probeabstimmung für Hammerschlag entzogen sich nun die Aufsichtsratsmitglieder von Rhön und sorgten so für einen Eklat. Rhön hat für sein Verhalten formale Gründe geltend gemacht, so der "Kurier".

Hammerschlag: "Ich bin bereit, es zu tun"
Eine Berufung Hammerschlags wird im Stadtparlament sowohl von SPD als auch von der CDU-Fraktion befürwortet. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Gerich nannte das Verhalten der Rhön Klinikum AG gegenüber der Zeitung "schwer nachvollziehbar". Hammerschlag selbst lässt sich jedoch von der reservierten Haltung des Rhön-Konzerns nicht abschrecken. "Ich bin bereit, es zu tun", sagte er dem "Wiesbadener Kurier". Hammerschlag leitet seit September eines neuen Instituts, das innovative Arbeitszeitmodelle für Ärzte in Krankenhäusern entwickeln soll. Getragen wird das Institut von der Charité sowie dem Berliner Klinik-Konzern Vivantes.

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