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Uniklinikum FreiburgSahner wird endgültig Nachfolger von Keil

Seit dem Rauswurf von Reinhold Keil im Januar 2014 führt Bernd Sahner im Uniklinikum Freiburg kommissarisch die Geschäfte als Kaufmännischer Geschäftsführer. Nun hat der Aufsichtsrat des Uniklinikums Freiburg beschlossen, dass Sahner auf dem Posten bleibt.

Einen entsprechendenn Entschluss fasste der Aufsichtsrat des Klinikums auf seiner jüngsten Sitzung am Dienstag. Sahner (60) ist Diplomverwaltungswirt (FH) und derzeit Kaufmännischer Geschäftsführer des Universitäts-Herzzentrums Freiburg-Bad Krozingen (UHZ). Künftig wird Sahner das Uniklinikum Freiburg und das UHZ in Doppelfunktion als Kaufmännischer Geschäftsleiter leiten. Der Aufsichtsrat des UHZ billigte am Mittwoch offiziell die Doppelfunktion. "Diese Entscheidung ist eine logische Konsequenz des Fusionsprozesses“, sagte Clemens Benz, Aufsichtsratsvorsitzender des Universitäts-Herzzentrums. Das UHZ ist 2012 nach der erfolgten Fusion der kardiologischen Abteilungen der Uniklinik mit dem früheren Herzzentrum Bad Krozingen entstanden. Die Entscheidung für Bernd Sahner sei nicht zuletzt auch eine Entscheidung dafür, das Zusammenwachsen der beiden Herzbereiche in Freiburg und Bad Krozingen weiter zu fördern, teilte die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer mit. 

Klage Keils noch nicht entschieden
Sahner hat die Geschäfte des Uniklinikums, das mit 10.500 Mitarbeitern und 1520 Planbetten eines der größten Universitätsklinika Deutschlands ist, nach der Affäre um Reinhold Keil wieder in ruhigeres Fahrwasser geführt. Keil war Im Januar vom Klinikum nach nur zwei Jahren Amtszeit "aus wichtigem Grund" entlassen worden, weil er angeblich die Dienstwagen des Uniklinikums für private Zwecke genutzt soll. Keil klagte daraufhin - sowohl gegen die Kündigung als auch auf Fortzahlung seiner Bezüge. Im Laufe des aktuellen Gerichtsverfahrens sollen jedoch nach Informationen der Badischen Zeitung Gutachten die Vorwürfe gegen Keil massiv entwertet haben. Das Gericht riet deshalb im August zu einem Vergleich. Keils Anwalt erwirkte allerdings, dass das Gericht über Keils Gehaltsklage sofort entschied. Ergebnis: Das Gericht verurteilte die Uniklinik vorerst zur Zahlung.

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