
Noch arbeitet das Städtische Klinikum Braunschweig (Skbs) an den zwei Standorten Fichtengrund und Celler Straße, doch das soll langfristig Geschichte sein. Der Aufsichtsrat hat jüngst ein Zentralklinikum als klares strategisches Ziel ausgegeben.
Statt weiter das bisherige „Zwei-Standorte-Konzept“ zu verfolgen, werde nun geplant, alle medizinischen und nicht-medizinischen Leistungen vollständig im Fichtengrund zu bündeln, teilt das Klinikum mit. Abläufe sollen demnach weiter vereinfacht und Prozesse noch besser aufeinander abgestimmt werden.
„Die Konzentration an einem Standort schafft die Voraussetzungen für ein reibungsloseres Arbeiten, höhere Prozessqualität und eine zukunftsfähige medizinische Versorgung“, sagt Priv. Doz. Dr. Alina Dahmen, die Anfang Mai die medizinische Geschäftsführung übernommen hat. Dazu solle der Ausbau des Standortes Fichtengrund weiter vorangetrieben werden.
Die Kosten für die neuen Pläne sollen weder das Klinikum noch die Stadt selbst tragen, heißt es weiter. Vielmehr setzen die Verantwortlichen bei der Finanzierung des Zentralklinikums auf den Transformationsfonds, der als Teil der Krankenhausreform Krankenhäuser für die Zukunft fit machen soll. Das sei der „Weg, ein schlüssiges, langfristig tragfähiges Gesamtkonzept umzusetzen und damit die medizinische Versorgung nachhaltig auf einem universitären Niveau zu halten“, erklärt der kaufmännische Geschäftsführer Jan-Olaf Klok. Anträge zur Realisierung der nächsten großen baulichen Entwicklungsschritte würden in den kommenden Planungsphasen in diesem Jahr gestellt.
Grundsätzlich haben die Verantwortlichen die zeitliche Perspektive für den Ausbau des Standortes Fichtengrund nach eigenen Angaben „sehr langfristig“ angelegt. Demnach soll der Neubau Süd voraussichtlich 2030/31 in Betrieb gehen. Mit der Inbetriebnahme des Neubaus Nord, der über den Transformationsfonds finanziert werden soll, wird für 2037 geplant, und danach folgt die Entwicklung des Baufelds West, das Raum für Verwaltung und zentrale Infrastruktur bieten soll. Zielhorizont: bis 2042.







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