Personeller Engpass

Stellungnahme der Mühlenkreiskliniken zu Stationsschließung

Der Standort Rahden des Krankenhauses Lübbecke-Rahden hat Mitte November eine Station geschlossen. Diese Maßnahme ist zeitlich befristet und war der Tatsache geschuldet, dass mehrere Mitarbeiter erkrankt waren.

Mühlenkreiskliniken

Dieser personelle Engpass konnte in der gegenwärtigen Struktur nicht mehr aufgefangen werden. Die Patientenversorgung der Bevölkerung im Rahdener Raum war und ist zu jedem Zeitpunkt aber vollumfänglich gesichert. Dies gilt sowohl  in der Notaufnahme am Krankenhausstandort Rahden als auch für die stationäre Behandlung. Einige Patienten wurden zur Weiterbehandlung an den Krankenhausstandort nach Lübbecke verlegt. Die zeitlich befristete Reduzierung des Bettenkontingents bei Personalengpässen dient der Aufrechterhaltung der medizinischen Qualität und letztlich der Patientensicherheit.

Gleichzeitig wird die medizinische Versorgung der Bevölkerung von den anderen Klinikstandorten übernommen. Dieses Procedere ist deutschlandweit gängige Praxis.Mittlerweile hat sich der Personalengpass im ärztlichen Bereich entspannt, im pflegerischen Bereich ist die Situation aber weiterhin angespannt. Aus diesem Grund hat die Geschäftsführung des Krankenhauses Lübbecke-Rahden entschieden, die geschlossene Station voraussichtlich erst Anfang Januar wieder zu öffnen.

Alle Patienten – internistische sowie chirurgische  – werden bis dahin auf der interdisziplinären Station R1 behandelt und pflegerisch versorgt. Aufgrund des üblicherweise geringeren Patientenaufkommens im Dezember und über die Festtage wird die Kapazität der Station R1 voraussichtlich ausreichen. Sollten mehr Patienten stationär behandelt werden müssen, ist eine Behandlung am Krankenhausstandort in Lübbecke gewährleistet.

Gewinnung von Personal ist eine große Herausforderung

Die Gewinnung von Personal im ärztlichen und im pflegerischen Bereich ist insbesondere für kleine Krankenhausstandorte eine große Herausforderung. Die Mühlenkreiskliniken stehen dabei vor ähnlichen Problemen wie ländliche Regionen bei der Gewinnung von niedergelassenen Allgemeinmedizinern.Die Mühlenkreiskliniken arbeiten intensiv an Lösungsmöglichkeiten, um den Krankenhausstandort Rahden für ärztliche und pflegerische Fachkräfte attraktiver zu gestalten.

Einige dieser Lösungsmöglichkeiten hat die Geschäftsführerin des Krankenhauses Lübbecke-Rahden Frau Dr. Christine Fuchs bei der Jahreshauptversammlung des Freundeskreises des Krankenhauses Rahden öffentlich skizziert und in sachlicher und konstruktiver Atmosphäre diskutiert.

Der politische Auftrag zum Erhalt des Krankenhausstandorts Rahden als Akutkrankenhaus steht bei diesen Überlegungen an erster Stelle.Die Mühlenkreiskliniken bedauern, dass die derzeitige Personalsituation am Krankenhausstandort Rahden Gegenstand parteipolitischer Auseinandersetzungen geworden ist. Dies führt zu Verunsicherung bei  Patienten sowie nicht zuletzt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses Lübbecke-Rahden.

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