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AufsichtsratsbeschlussStrukturanpassungen am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben

Der Aufsichtsrat des Harzklinikums spricht sich für den Abbau doppelt angebotener medizinischer Leistungen an den Standorten Quedlinburg und Wernigerode aus. Bis September seien ihm weitere Strukturveränderungen vorzuschlagen.

Wernigeröder Harzklinikum
Harzklinikum

Eingang auf die Pflegestation der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Wernigeröder Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben.

Der Aufsichtsrat hat beschlossen, dass die komplette Frauenklinik des Harzklinikums künftig in Wernigerode angesiedelt und die Verwaltung des kommunalen Krankenhauses mit seinen 2500 Mitarbeitenden in Quedlinburg konzentriert werden wird. Die Abteilung Geburtshilfe im Harzklinikum war bereits im April ins Wernigeröder Haus zusammengezogen worden. Dort befindet sich seit Sommer 2021 die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin samt der Neonatologie – der Intensivstation für Früh- und Neugeborene – im Neubau an der Ilsenburger Straße 15.

Dr. Matthias Voth, Ärztlicher Direktor des Harzklinikums: „Aus medizinischen Gründen ist der gemeinsame Sitz von Frauen- und Kinderklinik an einem Krankenhausstandort unabdingbar! Daher ist geplant, dass ab 1. September die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Harzklinikum komplett in Wernigerode ihren Sitz haben wird.“

Für die stationäre Behandlung können sich Patientinnen jedoch auch künftig an die Ärztinnen und Ärzte im Wernigeröder Harzklinikum wenden. Eine 24 Stunden-Bereitschaft ist nach Angaben des Klinikums jedoch nur mit dem kompletten Umzug der Frauenklinik möglich. Hierdurch würden Synergien nutzbar, Ressourcen geschont und eine verlässliche Personal- und Dienstplanung realisierbar. Zusätzlich wird es am Quedlinburger Haus in Zukunft weitere ambulante und teilstationäre Angebote für gynäkologische Behandlungen und ambulante Operationen sowie die Onkologische Ambulanz geben. Beispielsweise in MVZ-Praxen, dazu wird sich das Harzklinikum mit der Kassenärztlichen Vereinigung verständigen. 

Geschäftsführer Dr. Peter Redemann: „Wir haben jetzt intensive Wochen weiterer konzentrierter Arbeit vor uns. Bereits die ersten Gespräche im Haus zeigen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die dringend erforderlichen weiteren Strukturveränderungen unterstützen. Das ist auch notwendig und zugleich für alle ein gutes Signal!“

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