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CharitéTarifkonflikt eskaliert erneut

Der seit Monaten schwelende Tarifkonflikt zwischen Verdi und Berliner Charité eskaliert erneut. Charité-Chef Karl-Max Einhäupl warnt vor einer möglichen neuen Streikrunde, weil sich beide Seiten nicht über Mindestbesetzungen von Pflegepersonal auf den Stationen einigen können. Die Gewerkschaft zeigt sich hingegen weiter gesprächsbereit. „Wir wollen uns einigen”, so Gewerkschaftssekretär Kalle Kunkel.

Einhäupl hatte Alarm geschlagen, nachdem die langwierigen Verhandlungen zuletzt erneut ins Stocken geraten waren. Dabei hatten sich beide Seiten seit einem Arbeitskampf im Sommer 2015 angenähert und sich auf Eckpunkte für einen Tarifvertrag geeinigt. Zuletzt hieß es, es müssten nur noch juristische Fragen und Übergangsregelungen geklärt werden. Nun stocken die Verhandlungen erneut.

Im Kern verhandeln beide Seiten über Verbesserungen in der Pflege. So sollen personelle Mindestbesetzungen auf Stationen im Tarifvertrag verankert werden. Nach Angaben des Charité-Chefs sei man Verdi dabei bereits "über das Maß hinaus" entgegengekommen. Es gehe um 200 neue Stellen, davon seien 135 Beschäftigte im Vorgriff auf eine Einigung bereits eingestellt worden. Allerdings streiten sich sich die Tarifpartner nun über die Qualifikation der zusätzlichen Kräfte. Europas Krankenhaus will unter anderem wegen Fachkräftemangels auch sogenannte Servicekräfte einsetzen, die "patientenferne" Arbeiten wie das Vorbereiten von Zimmern übernehmen sollen. Verdi hingegen will nur ausgebildete Pflegekräfte zulassen.

Derzeit ist unklar, wie ein möglicher Kompromiss aussehen könnte - auch und gerade nach den jüngsten Äußerungen der Charité-Führung. Dieser strebt zwar nach eigenen Angaben weiter den Abschluss an, will sich aber "in der Substanz nicht mehr bewegen".

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