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Kliniken Fulda und Kassel gründen ZentrumTransplantationsmedizin jetzt auch in Kassel

Das Klinikum Kassel und das Klinikum Fulda wollen künftig in der Transplantationsmedizin eng kooperieren und gründen dazu ein gemeinsames Transplantationszentrum.

Die Transplantationen erfolgen im Klinikum Fulda, Kassel übernimmt die Vorbereitung, die stationäre Behandlung nach der Transplantation sowie die ambulante Nachsorge. "Als Maximalversorger bieten beide Krankenhäuser der Bevölkerung einen Zugang zur Spitzenmedizin", so Karsten Honsel, Vorstandsvorsitzender der Gesundheit Nordhessen (GNH) und Geschäftsführer des Klinikums Kassel. "Mit dem gemeinsamen Transplantationszentrum baut das Klinikum sein Leistungsspektrum weiter aus, und wir füllen auf der Karte der Transplantationszentren den bisher weißen Fleck Nordhessen. Patienten aus Nordhessen können nun einen Teil des Transplantationsprozesses wohnortnah durchlaufen."

Gegenwärtig kommen in Deutschland über 3.000 Patienten jährlich neu auf die Warteliste. Allein bei Nieren warten Patienten im Durchschnitt sechs bis sieben Jahre auf eine neue Niere. Diese Patienten werden in der Regel dreimal in der Woche für mehrere Stunden an der Dialyse behandelt. Eine Transplantation bietet die Chance auf ein Leben ohne diese Einschränkung. Jörg Plum, Direktor der Klinik für Nieren-, Hochdruck- und Rheumatische Erkrankungen und Nephrologische Diabetologie im Klinikum Kassel, geht davon aus, dass jährlich zehn bis 15 Patienten aus Nordhessen für die gemeinsame Warteliste vorbereitet werden.

Hohe Überlebensrate von Patienten

Im Klinikum Fulda würden Transplantationen seit vielen Jahren mit überdurchschnittlich guten Ergebnissen durchgeführt, heißt es seitens der Kliniken. Nach Angaben der GNH liegt die Überlebensrate von Transplantationspatienten bei Lebendspende in Fulda nach fünf Jahren bei 100 Prozent (in Deutschland bei 87,5 Prozent), bei Nieren von Verstorbenen bei 84 Prozent (in Deutschland bei 74,3 Prozent).

Zur Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) gehören vier Krankenhäuser, Einrichtungen der ambulanten medizinischen Versorgung und Rehabilitation sowie Seniorenwohnanlagen mit ambulantem Pflegedienst. In den Krankenhäusern der GNH (1.617 Betten) versorgen 4.800 Mitarbeiter jährlich 73.000 stationäre Patientinnen und Patienten. Mittelpunkt der Krankenhausgruppe ist das Klinikum Kassel als größtes kommunales Krankenhaus Hessens. Im Klinikum Fulda mit mehr als 1.000 Betten werden jährlich von rund 2.700 Mitarbeitern mehr als 100.000 Patienten behandelt, davon 40.000 stationär.

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