In vier Runden hatten Helios und der Marburger Bund darüber verhandelt, wie die von Helios gewünschte Übernahme des kommunalen Ärzte-Tarifrechts gelingen kann. Die Ärztegewerkschaft stellte nun fest: "Es wird eine solche Vollverweisung auf den kommunalen Tarifvertrag Ärzte/VKA vorerst nicht geben." Die Helios-Geschäftsführung sei bislang nicht bereit zu garantieren, dass durch die Übernahme des kommunalen Tarifrechts keine Nachteile für die Helios-Ärzte entstehen würden.
"Bei den Arbeitgebern ist im Augenblick keine Bereitschaft erkennbar, zu erwartende Einbußen im Hinblick auf Bereitschaftsdienste, Nachtdienste und Überstunden, insbesondere auch bei Teilzeitbeschäftigen, durch entsprechende Regelungen abzufangen. Die von Helios stets bemühte Aussage, dass durch die Anwendung des Tarifrechtes TV-Ärzte/VKA kein Arzt schlechter gestellt werden solle, scheint sich damit als unzutreffend zu erweisen", erklärte Christian Twardy, Verhandlungsführer des Marburger Bundes.


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