Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

Finanzloch der UK UlmUKE stärkt Rainer Schoppik den Rücken

Der neue Kaufmännische Direktor des Uniklinikums Eppendorf (UKE), Rainer Schoppik (48), soll für ein finanzielles Desaster an seiner alten Klinik mitverantwortlich sein.

Schoppik tritt seine neue Stelle am UKE im September an, bis April war er bei der Uniklinik Ulm unter Vertrag. 2012 hatte die Uniklinik einen Verlust von rund 15 Millionen Euro gemacht. Für 2013 rechnen die Verantwortlichen mit einem Minus von 9 Millionen Euro.

Das neue Vorstandsteam um den Ärztlichen Direktor Klaus-Michael Debatin und den Kaufmännischen Direktor Rüdiger Strehl hatte den alten Vorstand, dem Schoppik angehörte, sehr hart attackiert. Strehl (67), sagte in der "Südwest Presse" über seinen Vorgänger, er habe "zwischen 2007 und 2013 aufgehört zu rechnen". Die Uniklinik habe sich in der Summe der Bauten übernommen. Das Finanzierungsmodell für den Neubau der Chirurgie als "Pilotprojekt" erklärte Debatin für gescheitert. 119 Millionen Euro zahlt die Uniklinik aus eigener Tasche, zudem streckt sie den Anteil Baden-Württembergs von 85 Millionen Euro an den Baukosten vor. Wie Strehl ausrechnete, hat das Management einen Großteil der Rücklagen für den Chirurgie-Bau bereits ausgegeben. Von ursprünglich 64 Millionen Euro stünden nur noch 17,9 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Ulmer Staatsanwaltschaft prüft derzeit eine anonyme Anzeige gegen den alten Vorstand. Ein Ermittlungsverfahren wurde bisher nicht eingeleitet. Schoppiks neuer Arbeitgeber, das UKE, stärkt dem Klinikmanger derweil den Rücken. In einer Mitteilung heißt es: "Vor dem Hintergrund dieser Sachlage sehen sich die Behörde für Wissenschaft und Forschung und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf nicht veranlasst, die getroffene Personalentscheidung in Frage zu stellen."

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen