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Sana veröffentlicht Konzernzahlen 2012Umsatz wächst, Überschuss schrumpft

Die Sana Kliniken wachsen auch im Geschäftsjahr 2012 zweistellig. Der Konzernumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gestiegen, berichtet das Unternehmen.

Seit 2000 beträgt die durchschnittliche Wachstumsrate damit 17 Prozent. Mit Investitionen in einer Höhe von 143,8 Millionen Euro wurde der Vorjahreswert um 8 Prozent übertroffen. Besonders die Akquisitionsbilanz 2012 von Sana kann sich sehen lassen: "Angetrieben von drei Klinikakquisitionen in Bayern (Cham), Nordrhein-Westfalen (Radevormwald) und Mecklenburg-Vorpommern (Wismar) setzte sich der Wachstumstrend zum Jahresende fort", erklärt Sana in einer Mitteilung: Nach einem engen Bieterverfahren entschied sich der Landkreis Biberach ebenfalls für Sana. Im Gegenzug wird die Klinikgruppe am Standort Biberach bis 2017 einen Klinikneubau für 70 Millionen Euro errichten.

Augenmerk liegt 2013 auf Effizienzverbesserung
Zur Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr trug neben den Zukäufen ein organisches Wachstum in Höhe von 2,7 Prozent bei. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg leicht auf 152,3 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss nach Steuern (EAT) beläuft sich auf 47,3 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 52,8 Millionen Euro. "In dem rückläufigen Ergebnis wirken sich sowohl die hohen Verluste der neu akquirierten Kliniken als auch einmalige Ergebniseffekte aus strategisch wichtigen Portfolioveränderungen aus, die nicht vollständig im Geschäftsjahr kompensiert werden konnten. Die Aufgabe des Rheumazentrums Rheinland-Pfalz und der damit verbundene Buchverlust in Höhe von 4,7 Millionen Euro belasten ebenfalls das Konzernergebnis", teilt Sana mit. 2013 werde es unter anderem darum gehen, die Sanierung der neuen Kliniken voranzutreiben. "Nach der Investitionsoffensive 2012 wird Sana im laufenden Geschäftsjahr ein besonderes Augenmerk auf Effizienzverbesserung und Ertrag der Klinikgruppe legen", sagte Finanzvorstand Thomas Lemke.

Kriegskasse bleibt gefüllt
Der Trend zur Privatisierung von Krankenhäusern wird sich nach Einschätzung der Sana Kliniken weiter fortsetzen. Wesentliche Einflussfaktoren sind steigende Gesundheitskosten und begrenzte finanzielle Handlungsspielräume der öffentlichen Hand. Auch ist ein steigendes Interesse konfessioneller oder anderer freigemeinnütziger Träger an einer Partnerschaft mit privaten Trägern zu beobachten. Die Übernahme des Johanniter-Krankenhauses Radevormwald im vergangenen Jahr durch Sana stehe stellvertretend für diese Entwicklung. Auch die Kriegskasse des Konzerns bleibt gefüllt. Die Anteilseigner der Sana, mehrere Private Krankenversicherer, stellten weitere 80 Millionen Euro aus der im Vorjahr beschlossenen Eigenkapitalerhöhung von 160 Millionen Euro zur Verfügung. Im Zuge dessen erhöhte sich das Eigenkapital um 12,1 Prozent auf 594,5 Millionen Euro. Des Weiteren konnte Sana neue Schuldscheindarlehen in Höhe von 192 Millionen Euro erfolgreich am Markt platzieren. Wir werden an der Privatisierung der Krankenhäuser auch in den kommenden Jahren sehr aktiv teilnehmen und unsere Marktposition weiter ausbauen, " bekräftigte Sana-Chef Michael Philippi.

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