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OrganspendeUniklinik Dresden begleitet WM der Transplantierten

Bei den „World Transplant Games“ in Dresden zeigen mehr als 2200 Teilnehmende aus aller Welt, wie viel Leben in einer Organspende steckt – unterstützt vom Team der Dresdner Sportmedizin.

Sportmedizin UK Dresden
Marc Eisele/UKD
Die Sportmedizinerinnen und -mediziner kooperieren erstmalig mit dem alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Sportwettkampf.

Bald beginnen die „World Transplant Games“ in Dresden, die Weltmeisterschaften der Transplantierten. Mehr als 2200 Sportlerinnen und Sportler aus mehr als 50 Ländern kommen dafür nach Dresden – sie sind Transplantierte, Dialysepatientinnen- und patienten und Mitglieder aus Spenderfamilien. Zum ersten Mal wird der Sportwettbewerb in Deutschland ausgetragen.

Das Team der Sportmedizin des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden ist für die medizinische Versorgung und Sicherheit der Teilnehmenden bei dem Sportevent verantwortlich.

Medizinerinnen und Mediziner aus dem Universitäts Centrum für Orthopädie, Unfall- und Plastische Chirurgie (OUPC) stehen ihnen während des Wettkampfs zur Seite. „Unser Team aus der Sportmedizin kennt die Bedürfnisse von Profi- und Hobby-Sportlerinnen und -Sportlern. Wir haben vielfältige Erfahrungen beim Begleiten sportlicher Wettbewerbe sowie in der Notfallbetreuung von Sportunfällen“, sagt Prof. Alexander Carl Disch, Leitender Oberarzt OUPC. Er fühle sich geehrt, dieses große sportliche Event unterstützen zu können, erklärt Disch.

Mehr zum Thema:

Ziel der „World Transplant Games“ ist es, über das Thema Organspende zu informieren und darüber aufzuklären, dass Sport transplantierten Menschen und ihrer Gesundheit zuträglich ist.

Länder drängen auf Widerspruchslösung

Die Anzahl der benötigten Organe in Deutschland übersteigt deutlich die Menge an Organspenderinnen- und spender. Das größte Ungleichgewicht zwischen Empfängern und Spendern liegt bei Nierentransplantationen: Während jährlich 7000 bis 8000 Menschen auf der Warteliste stehen, gibt es 2000 bis 3000 potentielle Spenderinnen und -spender.

Jeden Tag sterben in Deutschland zwei bis drei Menschen, weil man ihnen keine Organspende zur Verfügung stellen kann. Schon seit längerer Zeit wird über eine Widerspruchslösung diskutiert – wie in vielen europäischen Ländern schon gültig – die Gesundheitsminister der Länder drängen darauf. Dann wäre jeder Bundesbürger potentiell Organspender, es sei denn, er widerspricht ausdrücklich.

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