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Aufsichtsrat stimmt zuVivantes will Personal in Tochtergesellschaft auslagern

Der Vivantes-Aufsichtsrat hat beschlossen, rund 300 seiner fast 15.000 Angestellten in eine Tochtergesellschaft auszulagern. Durch diese Überführung will das Unternehmen Personalkosten sparen.

Vivantes-Chefin Andrea Grebe möchte die gut 300 Mitarbeiter in die Tochtergesellschaft "Therapeutischen Dienste" überführen. Betroffen sind Physio-, Ergo- und Psychotherapeuten sowie Logopäden. Der Vivantes-Aufsichtsrat hat der Gründung der Tochtergesellschaft am Dienstag zugestimmt. "Um die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens zu sichern, ist es notwendig jetzt zu handeln. Dazu gehören neben Investitions- und Qualitätssicherung auch Strategien, um die Kosten zu begrenzen, und zwar zeitnah", erklärte Aufsichtsratschef Peter Zühlsdorff in einem Statement.

"Es geht hier nicht um Sie"
Durch die Überführung der Beschäftigten in die Tochtergesellschaft sollen Neueinstellungen mit Gehältern auf "branchenüblichem" Niveau möglich sein, so Vivantes. Derzeit werden laut Verdi noch rund 9.000 der fast 15.000 Vivantes-Mitarbeiter nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TvöD) bezahlt. Den Mitarbeitern, die in die Tochter "Therapeutische Dienste" überführt werden, verspricht Vivantes Bestandsschutz. 

Mittelfristig will Vivantes einen Konzerntarif
Wie im vergangenen Jahr wird Vivantes aller Voraussicht nach auch 2014 eine schwarze Null schreiben. In Zukunft sei eine positive Bilanz jedoch nur möglich, wenn sich die Personalkosten, die derzeit 70 Prozent der Ausgaben betragen, begrenzen lassen, erklärt Vivantes-Sprecherin Kristina Tschenett. Die Gründung der Tochter sei eine kurzfristige Maßnahme, so Tschenett weiter. Mittelfristig strebt das Unternehmen einen Konzerntarifvertrag zwischen Vivantes und Verdi an. Dann würde Vivantes die Töchter wieder in den Konzern eingliedern.

Darüber hinaus gibt es eine weitere kurzfristige Überlegung: Die Geschäftsführung denkt darüber nach, die Bereiche Facility Management, Einkauf und Logistik sowie den Patientenbegleitservice in die bereits bestehende Tochter Service GmbH auszugliedern. Diesem Vorhaben muss der Aufsichtsrat noch zustimmen.

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