Bluttest-Affäre in Heidelberg

Vorstandsmitglied erstattet Anzeige wegen Verleumdung

In der Affäre um den in der Heidelberger Uniklinik entwickelten Bluttest für Brustkrebs wird mit immer härteren Bandagen gekämpft: Nach einer Anzeige wegen möglicher Verleumdung ermittelt die Staatsanwaltschaft Heidelberg gegen eine Mitarbeiterin des Uniklinikums, wie ein Sprecher der Anklagebehörde am Dienstag sagte.

Justizia

Tim Reckmann

Symbolfoto

Die Anzeige erstattet hat ein Vorstandsmitglied einer Ausgründung der Universitätsklinik. Er beschuldigt die Frau, in einem Zeitungsinterview falsche Aussagen gemacht zu haben.

Hintergrund ist die aus Sicht vieler Kritiker verfrühte Präsentation eines Bluttests für Brustkrebs durch den Chef der Frauenklinik. Eine Ausgründung der Uniklinik, die Heiscreen GmbH, sollte die Vermarktung des Tests übernehmen. Als weitere Ausgründung, deren Vorstandsmitglied die Anzeige gestellt haben könnte, ist die zu 90 Prozent dem Uniklinikum gehörende Technologie Transfer Heidelberg denkbar. In der Affäre ermittelt bereits die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität in Mannheim wegen Verdachts auf Kursmanipulation und Insiderhandel mit Aktien.

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