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Klinikum OffenbachZank im Kreistag über den Verkauf an Sana

Die Offenbacher Fraktionen monieren, der Verkauf des Offenbacher Klinikums an Sana sei zu günstig gewesen und suchen nach Schuldigen.

Nachdem vor einigen Tagen bekannt geworden war, dass Sana einem Abbau von 350 Stellen im Offenbacher Klinikum plant, ist ein Zwist im Gemeinderat der Stadt entbrannt. Die Grünen weisen die CDU-Behauptung zurück, ohne Abbruch des Markterkundungsverfahrens hätten fürs Krankenhaus vielleicht 40 Millionen Euro erzielt werden können, berichtet die "Offenbach-Post". Die Kündigungen sind dagegen für FDP-Fraktionschef Oliver Stirböck keine Folge des Verkaufs, sondern "jahrzehntelangen Politikversagens". Die Stadt habe das Krankenhaus "teilweise als eine Art Beschäftigungsgesellschaft" gesehen, dann Managementfehler diverser Klinikleitungen nicht wahrhaben wollen, zitiert die Zeitung den Grünen-Politiker.

Kritik übt Stirböck am SPD-Fraktionschef Andreas Schneider, der den Abbruch des vom Regierungspräsidenten angeordneten Markterkundungsverfahrens verteidigt. Tatsächlich habe sich dadurch die Marktlage fürs Klinikum fundamental verschlechtert, weil sich Anbieter zurückgezogen hätten und es zum Notverkauf gekommen sei. Die Grünen-Fraktionschefin Susanne Schmitt wirft hingegen der CDU vor, sie wolle aus der Notlage von Klinik-Beschäftigten politisches Kapital schlagen und sich aus ihrer Mitverantwortung stehlen.

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