Zehn Abgeordnete — darunter Ulla Groskurt aus Osnabrück — brachten eine Anfrage ein, in der sie Auskunft zu 17 Punkten begehren, berichtet die "Osnabrücker Zeitung". Die Sozialdemokraten reagierten damit auf einen "Brandbrief", mit dem sich die Gewerkschaft Verdi zuvor an Mitglieder von Ameos-Regionalbeiräten gewandt hatte und über eine "unhaltbare Personalsituation" in den drei Kliniken klagte, so die Zeitung. Kritisiert werde eine zunehmender Einsatz von Leiharbeitern. So sei der Leiharbeiter-Anteil laut Verdi in den Kliniken Osnabrück und Hildesheim — früher Landeskrankenhäuser — im Pflegedienst auf über 25 Prozent, im Sozialdienst auf mehr als 40 Prozent, im therapeutischen Dienst auf gut 30 Prozent und bei Arzthelferinnen sogar auf rund 60 Prozent gestiegen. Nur in den ärztlichen Berufsgruppen komme kein Leihpersonal zum Einsatz.
Die SPD-Abgeordneten wollen nun von der Regierung wissen, ob die Klagen zutreffen und welche Maßnahmen das Land im Rahmen seiner Aufsichtspflicht ergreife, um die geschilderten Defizite zu beseitigen. Gefragt wird auch, ob die bei der Privatisierung der Landeskrankenhäuser getroffenen Vereinbarungen von Ameos eingehalten werden.


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