
Prof. Dr. Markus M. Lerch tritt zum Jahreswechsel die Nachfolge von Prof. Dr. Karl-Walter Jauch an. Das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität ist die zweitgrößte deutsche Uniklinik nach der Berliner Charité. Es hat über 10 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und mehr als 2000 stationäre Betten.
Seit 2003 hat Lerch die Klinik für Innere Medizin-A der Universitätsmedizin Greifswald geleitet. Seitdem hat er den Lehrstuhl für Gastroenterologie, Stoffwechsel und Ernährungsmedizin inne. Dieser soll nun ausgeschrieben werden, um die Professur zügig neu besetzen zu können. Von 2018 bis 2020 war er Prodekan für Forschung und Klinische Belange und ist seit 2018 Mitglied des Senats der Universität.
Lerch ist Internist, Gastroenterologe, Endokrinologe und Intensivmediziner. Sein Forschungsgebiet sind Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Er war acht Jahre Fachkollegiat der DFG in den Sektionen Tumorforschung und Entzündung und wurde von Bundespräsident Gauck 2015 in den Wissenschaftsrat des Bundes und der Länder berufen.
Internationale und nationale Stationen
Markus M. Lerch hat in Freiburg, Glasgow und Toronto sowie an der University of Massachusetts Medizin studiert. Er hat in Freiburg promoviert. Nach Weiterbildungsstationen am Freiburger Pathologischen Institut, der Inneren Medizin an der RWTH Aachen und Forschungsaufenthalten an der Harvard University und der Universität Mailand habilitierte er sich an der Universität Ulm und wurde dort Oberarzt. Von 1994 bis 1996 lebte er bereits in München und arbeitete am Max-Planck-Institut für Biochemie in der Abteilung von Axel Ullrich. Nach sechs Jahren als C3 Professor und stellvertretender Klinikdirektor an der Universität Münster wechselte er nach Greifswald, von wo er jetzt nach München zurückkehrt.
Neben den aktuellen, Pandemie bedingten Herausforderungen sind mittel- und langfristige Aufgaben zu bewältigen. Dazu zählen der bundesweit bestehende Mangel an qualifizierten Pflegekräften, die strukturellen und baulichen Maßnahmen an beiden Standorten sowie die Digitalisierung der Medizin. Zur Sicherung der Kontinuität der bereits laufenden Projekte steht Prof. Jauch seinem Nachfolger vorübergehend beratend zu Seite.





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