Nachfolger

Neuer Präsident der Bundesärztekammer ist Klaus Reinhardt

Der neue Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, kommt aus Bielefeld. Er lieferte sich bei der Wahl in Münster ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Dr. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen.

Dr. Klaus Reinhardt

Christian Griebel, helliwood.com

Dr. Klaus Reinhardt auf dem Deutschen Ärztetag 2019.

Der 59-Jährige Klaus Reinhardt folgt auf Frank Ulrich Montgomery, der acht Jahre lang an der Spitze der obersten Ärzte-Vertretung auf Bundesebene stand. Der Vorsitzende des Hartmannbundes und Vizepräsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe setzte sich am Donnerstag im dritten Wahlgang beim 122. Deutschen Ärztetag mit 124 zu 121 Stimmen gegen Martina Wenker aus Niedersachsen durch. Die Amtszeit des Allgemeinmediziners mit Praxis in Bielefeld beträgt vier Jahre. Montgomery, der am Freitag seinen 67. Geburtstag feiert, hatte sich für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung gestellt.

Im Vorfeld hatte der Bielefelder Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kritisiert. Er warf dem CDU-Politiker überhastete Gesetzesvorhaben vor. „Wir brauchen mehr Zeit für ärztliches Handeln. Ärztliche Zuwendung und Empathie sind die Basis für das Vertrauen der Patienten in uns. Die Sicherstellung der dafür notwendigen Freiräume muss wieder Maßstab des gesetzgeberischen, aber auch des selbstverwaltenden Handelns werden“, sagte Reinhardt in seiner Vorstellungsrede vor der Wahl.

An seinem Vorwurf, dass die Politik zu viele Dinge anschiebt, die nur kurzfristig oder oberflächlich wirken, hält Reinhardt fest. „Es geht darum, sich um langfristige Entwicklungen Gedanken zu machen.“

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