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Neue GeschäftsführerinPetra Hohmann übernimmt bei den Friesland Kliniken

Die Friesland Kliniken in Sande und Varel bekommen mit Petra Hohmann eine neue Chefin. Sie startet voraussichtlich zum 1. November und soll vor allem die 2016 begonnene Zusammenführung der beiden defizitären Häuser vorantreiben.

Petra Hohmann, Friesland Kliniken
Friesland Kliniken

Petra Hohmann – hier mit Landrat Sven Ambrosy (l.) und Prokurist Dr. Werner Wodrich – wird neue Geschäftsführerin der Friesland Kliniken.

Tausche Bodensee gegen Nordsee: Zwischen der alten und neuen Arbeitsstätte von Petra Hohmann liegen rund 800 Straßenkilometer. Zum 1. November – möglicherweise auch schon früher – übernimmt die 53-Jährige die Geschäftsführung der Friesland Kliniken im hohen Norden der Republik. Zuletzt war die gebürtige Kölnerin in einer Doppelspitze mit Prof. Dr. Oliver Adolph Geschäftsführerin der Oberschwabenklinik in Ravensburg. Dem baden-württembergischen Krankenhausverbund hatte sie im April 2021 allerdings nach nur vier Monaten wieder den Rücken gekehrt.

Bei den Friesland Kliniken im niedersächsischen Sande wird Hohmann Dr. Werner Wodrich ablösen. Er leitet das Unternehmen seit April als kommissarischer Geschäftsführer. Der bisherige Amtsinhaber Frank Germeroth war vom Kreistag mit den Stimmen der rot-grün-gelben Ampel-Koalition nach 17 Jahren abgelöst worden. Wodrich solle als Prokurist auch künftig Teil der Geschäftsführung bleiben und sich ab Januar 2023 verstärkt dem Erlösmanagement und Medizincontrolling widmen, heißt es aus Varel.

 

Ihre Aufgabe wird es sein, die beiden Standorte zusammenzuführen und die Modernisierung auszubauen.

 

Zu den Friesland Kliniken gehören das Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch (NWK) in Sande und das St. Johannes-Hospital (SJH) in Varel sowie außerdem das Wohn- und Pflegezentrum St. Marien-Stift. Träger ist der Landkreis Friesland. Die beiden Krankenhäuser firmieren seit 2016 unter dem Dach der Friesland Kliniken und zählen zusammen mehr als 1700 Beschäftigte. Das NWK ist ein Schwerpunktkrankenhaus mit gehobener Versorgungsstufe (355 vollstationäre und sechs teilstationäre Betten), das SJH ist ein Grund- und Regelversorger mit 155 Betten.

Die Kliniken kämpfen mit wirtschaftlichen Problemen

Petra Hohmanns wichtigste Aufgabe sei es jetzt, nicht nur die Existenz der Häuser zu sichern, „sondern auch, die beiden Standorte zusammenzuführen und die Modernisierung auszubauen“, sagt Landrat Sven Ambrosy, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken ist. Die Aufgabe ist groß. Es gehe darum, die Zusammenarbeit und die Kommunikation zu verbessern und aus zwei Patchwork-Teilen wirklich „eine Familie“ zu machen, heißt es aus dem Unternehmen. Als „absolut neutrale“ Person von außen, sei Hohmann dafür bestens geeignet. Gleichzeitig kämpfen die Kliniken nicht zuletzt als Folge der Coronapandemie mit handfesten wirtschaftlichen Problemen.

„Ich weiß, welche Herausforderungen auf mich zukommen“, sagt die 53-jährige Betriebswirtin: „Die Themen ‚Ein Haus – zwei Standorte‛, Fachkräftemangel, Kostenoptimierung und Abbau von Doppelstrukturen kenne ich durchaus und weiß, dass bei der Bewältigung dieser Probleme viel Know-how und Fingerspitzengefühl gefragt sind.“ Ihr sei es wichtig, „gute Lösungen zu finden, mit denen sich alle Beteiligten identifizieren können“.

Germeroth leitet Johanniter-Krankenhaus Geesthacht

Petra Hohmanns Vorgänger Frank Germeroth ist nach dem Aus in Sande übrigens etwas weiter nach Osten gezogen, in den Süden Hamburgs: In Geesthacht leitet er seit Juni das dortige Johanniter-Krankenhaus, einen Grund- und Regelversorger mit 195 Planbetten, der rund 500 Mitarbeiter hat.

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