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ZerwürfnisRhön-Klinikum verhandelt über Trennung von Vorstandschef Holzinger

Der erbittert geführte Übernahmestreit um den Krankenhausbetreiber Rhön Klinikum AG könnte nun auch zu einer Ablösung von Vorstandschef Stephan Holzinger führen. Bereits im September 2020 könnte er das Unternehmen verlassen.

Stephan Holzinger
Rhön-Klinikum AG

Stephan Holzinger

Holzinger stehe mit Aufsichtsratschef und Firmengründer Eugen Münch in „fortgeschrittenen Verhandlungen“ über die Auflösung des Dienstverhältnisses zum September 2020, heißt es in einer Mitteilung der Rhön Klinikum AG vom Freitag. Eine Einigung bedürfe der Zustimmung des Aufsichtsrates. Ob diese erzielt werden könne, sei ungewiss. Holzinger hat laut Vertrag das Recht, im Falle eines Kontrollwechsels im Aufsichtsrat aus dem Unternehmen auszuscheiden.

Der Hamburger Wettbewerber Asklepios - bisher bereits Anteilseigner bei Rhön Klinikum - will den fränkischen Krankenhausbetreiber vollends übernehmen. Asklepios hat dazu den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreitet - die Annahmefrist endet am 17. Juni. Asklepios hat die Unterstützung von Aufsichtsratschef Münch. Die Melsunger B.Braun-Gruppe als weiterer Großaktionär will die Übernahme jedoch bisher verhindern. Derzeit hat Asklepios 57 Prozent der Anteile an Rhön gebündelt.

Holzinger hatte sich in der Vergangenheit zu dem Übernahmestreit so geäußert, dass es auch als Kritik an Münch verstanden werden konnte. Wiederholt hatte er dazu aufgerufen, den Übernahmekampf beizulegen, weil er dem Unternehmen schaden könnte. Holzinger galt einst als Vertrauter des Firmenpatriarchen Münch. Gerüchte über ein Zerwürfnis machen aber schon seit Jahren die Runde.

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