20.027 Patienten wurden innerhalb von zwei Monaten untersucht, nur circa 600 Patienten haben eine Untersuchung abgelehnt. 436 wurden positiv für MRSA getestet, das sind 2,2 Prozent. Im Vergleich zu Untersuchungen anderer Länder (USA, Europa) ist dies eine eher niedrige Rate, sie liegt jedoch im oberen Bereich der Raten aus vergleichbaren deutschen Studien. Die Feststellung dieser Aufnahmerate bedeutet, dass allein im Saarland jährlich circa 5.000 Patienten bereits bei Krankenhausaufnahme MRSA-besiedelt sind.
Laut der Studie ist eine MRSA-Untersuchung nur bei einem kleineren Teil der Patienten erforderlich (30 Prozent) und sichert dann die Identifizierung der meisten MRSA-Besiedelten (67 Prozent). Diese können umgehend durch äußerliche Anwendung von Desinfektionsmitteln von ihrem Erreger befreit werden und tragen anschließend auch kein Risiko mehr, vom eigenen MRSA-Keim krank zu werden.
Es handelt sich bei der Studie um die erste, bei der in allen Akutkliniken eines Bundeslandes zeitgleich ein solches Screening stattfand. Die vollständigen Ergebnisse können hier abgerufen werden.


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