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StudieÄrzte und Pflegekräfte immer wechselwilliger

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Jobbörse Stepstone und dem Georg Thieme Verlag sollen Kliniken und Pflegeeinrichtungen helfen, ihr Recruiting in Zukunft effektiver zu gestalten.

Das wichtigste Ergebnis der Studie: Bei Ärzten und Krankenpflegern steigt die Bereitschaft, häufiger den Job zu wechseln. Jeder vierte der über 2.300 Befragen ist (oder war innerhalb der letzten 6 Monate) auf Jobsuche. Die Bindung an den Arbeitgeber ist heute nicht mehr so stark wie noch vor 20 Jahren. Bei Krankenpflegern und Ärzten ist das Internet die am intensivsten genutzte Quelle bei der Jobsuche. Die tatsächliche Anzeigenschaltung der Arbeitgeber in diesen Berufsgruppen steht demnach mit circa 60 Prozent Print-Anteil im krassen Widerspruch zu den Nutzungsgewohnheiten der Zielgruppe.

Prioritäten bei der Jobwahl
Die Entscheidungskriterien für Ärzte bei der Wahl eines Arbeitgebers sind Arbeitsatmosphäre/Firmenklima (99 Prozent), Kollegium und Vorgesetzte (jeweils über 95 Prozent), Gehalt (90 Prozent), Work-Life-Balance und Fortbildungsangebote (je 88 Prozent). Bei den Pflegern ergeben sich folgende Prioritäten: Arbeitsatmosphäre/Firmenklima (98 Prozent), Kollegium und Vorgesetzte (95 Prozent), Gehalt (95 Prozent), Fortbildungsangebote (94 Prozent).

Teilzeitjobs sind attraktiv
Ärzte und Pfleger sind mobil. Die Bereitschaft, für eine neue Stelle umzuziehen, ist hoch (Pfleger: 39 Prozent, Ärzte: 53 Prozent) — ein deutlicher Hinweis darauf, dass die überregionale Stellensuche immer wichtiger wird. Zumal eine kürzlich veröffentlichte PWC-Studie zeigt, dass der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen nicht in allen Regionen und Bundesländern gleich stark ausgeprägt ist. Jeder vierte Befragte sucht explizit nach einem Teilzeitjob, bei den Frauen sogar mehr als jede dritte. Zeigt sich ein Arbeitgeber hier flexibel, wird er für eine größere Zahl an Jobsuchenden attraktiv.

Über die Studie
Es handelt sich um eine Online-Befragung, an der 2.343 Personen teilgenommen haben. Die Befragung wurde im August/September 2012 durchgeführt. 50,3 Prozent der Befragten waren Männer, 49,7 Prozent Frauen. Die Berufsgruppen teilen sich wie folgt auf: 67,8 Prozent Ärzte (1.588), 15,7 Prozent Krankenpfleger (367), Angehörige therapeutischer Gesundheitsberufe 7,4 Prozent (173).

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