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BeratungsangebotAOK Nordost will Patienten bei der Kliniksuche begleiten

Bei der Suche nach einem geeigneten Krankenhaus oder einer ambulanten Alternative sind Patienten auf verlässliche Informationen angewiesen. Ein neues Angebot der AOK Nordost will Hilfe leisten.

Tag für Tag werden an den 51 Berliner Krankenhäusern hunderte Patienten operiert. Bei einem großen Teil der Eingriffe handelt es sich um planbare Behandlungen. Ein neues Angebot der AOK Nordost bietet jetzt persönlichen Beratung. Versicherte erhalten auf Wunsch eine Orientierung für die Wahl des richtigen Krankenhauses und Informationen darüber, wo der geplante Eingriff in überdurchschnittlicher Qualität vorgenommen werden kann. "Dieser Ansatz hat nach meiner Einschätzung das Potenzial, zu einem hilfreichen Instrument bei der Beratung von Patienten zu werden, weil es neben den medizinischen Fakten auch die Erfahrungswerte der Patienten berücksichtigt und damit dazu beiträgt, das für den Patienten mit seinem individuellen gesundheitlichen Problem richtige Krankenhaus beziehungsweise das richtige ambulante Angebot zu finden", sagt Werner Wyrwich, der als Vorstandsmitglied der Ärztekammer Berlin für das Ressort Qualitätssicherung zuständig ist.

Arzt kann eingebunden werden
Die Patientenberater sind speziell geschult und stützen sich auf ein Beratungsboard, in das das Expertenwissen der AOK einfließt, so die Krankenkasse. Der Versicherte kann mit seiner Verordnung vom Arzt jedes AOK-Servicecenter besuchen oder telefonisch Kontakt aufnehmen. Hierbei wird selbstverständlich, falls der Versicherte dies wünscht, der behandelnde Arzt eingebunden. Falls eine ambulante Therapie oder Operation eine Alternative darstellen könnte, sind Terminvereinbarungen über den AOK-Arzttermin-Service möglich. Darüber hinaus können die Berater auch ein Zweitmeinungsverfahren am AOK-eigenen Centrum für Gesundheit in Berlin-Wedding anbieten, etwa für orthopädische Diagnosen.

Lob für Klinik in Bernau
Bei dem neuen Beratungsangebot greift die AOK Nordost unter anderem auf das Verfahren der sogenannten QSR-Daten ("Qualitätssicherung mit Routinedaten") zurück. Diese Qualitätsdaten liegen für die Indikationen Knie- und Hüft¬endoprothesen sowie Gallenblasenentfernung aufbereitet vor, erklärt die Kasse in einem Schreiben. Seit 18. Juli sind zudem QSR-Daten für den Einsatz therapeutischer Herzkatheter verfügbar. Bundesweit habe dabei das Evangelisch-Freikirchliche Krankenhaus in Bernau bei Berlin bei diesem Eingriff die besten Qualitätsergebnisse aufgewiesen.

Auch Patienten-Empfehlungen spielen eine Rolle
Ein weiteres Qualitätsmerkmal bei der Beratung sind die eigenen Erfahrungen der Versicherten: "Empfehlungen anderer Patienten sind für viele Menschen ein wichtiges Kriterium für die Auswahl eines Krankenhauses", so die Kasse. Die AOK Nordost befragt seit 2011 ihre Versicherten zu ihren Erfahrungen beim Krankenhausaufenthalt. Die Befragung deckt die Bereiche ab, mit denen Patienten im Krankenhaus in Berührung kommen: die Beziehung zum Arzt oder zu den Pflegekräften, das Informationsverhalten des Personals sowie Organisation und Service.

Ärztekammer zeigt sich zufrieden
"Die AOK Nordost hat mit dem hier vorgestellten Verfahren als erste Krankenkasse eine seit mehreren Jahren bestehende Forderung der Ärztekammer Berlin umgesetzt, die Ergebnisqualität der Behandlung von Patienten auf der Basis von Routinedaten darzustellen", so Werner Wyrwich von der Ärztekammer Berlin.

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