Was erwartet uns ganz generell auf dem Hauptstadtkongress 2016? Gibt es irgendwelche Neuerungen oder gravierenden Unterschiede zu den letzten Jahren?
Zuerst einmal: Der Hauptstadtkongress wird mit seinen 8.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen wieder das große Treffen des Gesundheitssektors sein. Hier treffen sich die Gesundheitspolitik und die Gesundheitswirtschaft. Wo man sonst lange oder sogar vergeblich auf einen Termin wartet, hier sind die „Big Shots” auf Tuchfühlung. Das herausragende Thema dieses Kongresses sind Innovationen. E-Health, Digitalisierung, molekulare Medizin, regenerative Medizin, Pflegeroboter sind nur einige Stichworte. Wir fragen, was in den letzten Jahren an Fortschritten der Medizin zu verzeichnen war und was uns in Zukunft erwartet. Wir haben in Deutschland ein gutes Gesundheitswesen, aber wir können und müssen noch besser werden.
Gibt es Highlights, auf die Sie besonders gespannt sind?
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung werden Professor Häussler von Iges über die Erfolge der Medizin und Professor Ganten von der Stiftung Charité über die großen Hoffnungen der Medizin referieren. Das wird spannend. Und dann der Vortrag von Bundesgesundheitsminister Gröhe, der wie kein anderer Bundesminister zuvor präzise in Gesetzesform seine Agenda abarbeitet. Sodann folgt ein Highlight dem anderen. In über 150 Veranstaltungen wird aufgerufen: der Innovationsfonds mit dem Chef des Gemeinsamen Bundesausschusses Professor Hecken, Medizin 4.0 – hier wird unter Leitung Professor Lohmanns untersucht, wie die Behandlungsabläufe im Krankenhaus modernisiert werden können. Professor Ekkernkamp hat im Ärzteforum eine Fülle von Veranstaltungen darüber konzipiert, wie die Zukunft der Medizin aussieht, und Frau François-Kettner setzt sich im Deutschen Pflegekongress dafür ein, dass die Pflege endlich den Stellenwert bekommt, der ihr zusteht. Start-up Slams und natürlich die Diskussion mit den Politikern runden das Programm ab. Bei diesem Angebot wird es schwer, sich zu entscheiden, in welche Veranstaltung man geht.
Sie veranstalten seit 1998 den Kongress. Ist das für Sie inzwischen eine Routine oder immer noch spannend?
Ja, es ist tatsächlich der 19. Hauptstadtkongress, den wir veranstalten. Aus einem kleinen Kongress mit einigen hundert Teilnehmern ist mittlerweile der wichtigste Gesundheitskongress in Deutschland geworden. Und was uns besonders freut, jedes zweite deutsche Krankenhaus ist auf dem Kongress auf Chefebene vertreten. Routine kommt nicht auf. Der Gesundheitssektor ist so dynamisch und der Gesetzgeber ist so emsig, dass sich einfach keine Langeweile einstellen kann. Es ist die Mischung aus Gesundheitspolitik, Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und der berufsgruppenübergreifende Dialog, die den Charme des HSK ausmachen und die diesen Kongress immer weiter nach vorn bringen.
Das Programm des Hauptstadtkongresses finden Sie hier.
Passendes Thema auf dem Hauptstadtkongress in Berlin:
Psychiatrie – quo vadis: Steht eine 2. Reform ins Haus?
Freitag, 10. Juni 2016 | 11:30 - 13:00 Uhr


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