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ForderungBessere Chancen für Frauen im Gesundheitswesen

Elf Verbände und Initiativen aus dem Gesundheitswesen fordern anlässlich des Weltfrauentags eine neue Unternehmens- bzw. Organisationskultur, die sich daran ausrichtet, welche Vorteile Frauen in Führungspositionen und gemischte Teams generieren.

Ärztin am Telefon
AdobeStock/Ivan Traimak

Symbolfoto

Der Runde Tisch „Frauen im Gesundheitswesen“ – eine Zusammenarbeit von mehreren Initiativen und Verbänden aus dem Gesundheitswesen, die sich für eine stärkere Repräsentation von Frauen in Führungspositionen engagieren – fordert anlässlich des Weltfrauentags 2022 Politik und Wirtschaft zum Handeln auf.

Mit einem konstanten Frauenanteil von mehr als 75 Prozent ist das Gesicht der Gesundheitsversorgung weiblich. Doch das spiegelt sich in den Führungspositionen der Gesundheitswirtschaft nicht wider. Nicht einmal jede fünfte Stelle (17 Prozent) im Topmanagement ist mit einer Frau besetzt. Organisationen wie der Bundesverband Managed Care (BMC) e.V., die Healthcare Frauen (HCF) e.V. sowie die Spitzenfrauen Gesundheit e.V. plädieren deshalb für eine Weiterentwicklung von Unternehmenskultur und Organisationsstrukturen im Gesundheitswesen. Mit einer gemeinsamen Erklärung haben sich insgesamt elf Verbände und Initiativen in Berlin, die das gesamte Gesundheitswesen repräsentieren, am 7. März 2022 gegenüber Politik, Unternehmen und Organisationen positioniert.

Forderung nach mehr Frauen in Entscheidungsfunktionen des Gesundheitswesens

Darin fordern die Verbände und Initiativen ein Leitbild im deutschen Gesundheitswesen mit neuer Unternehmens- bzw. Organisationskultur, die sich daran ausrichtet, welche Vorteile Frauen in Führungspositionen und gemischte Teams generieren. Eine konsequente Förderung junger Frauen und stärkere Repräsentation weiblicher Führungskräfte in Entscheidungs- und Führungsgremien bietet die Chance, die Versorgung und den Arbeitsmarkt Gesundheitswesen grundlegend durch diverse, zeitgemäße Impulse positiv zu verändern.

Es wurden Aufforderung zum Handeln für Politik, Unternehmen und Organisationen der Gesundheitsbranche in fünf Bereichen formuliert.

  1. Paritätische Besetzung auf der Führungsebene innerhalb der nächsten fünf Jahre durchsetzen
  2. Job-Sharing fördern
  3. Flexiblere und verlässlichere Arbeitsbedingungen schaffen
  4. Aufstiegschancen bauen
  5. Zielorientierte Anreize kreieren

Die Erklärung sieht damit tiefgreifende Veränderungen vor: Sämtliche Führungsebenen im Gesundheitswesen sind paritätisch zu besetzen. Dafür müssen Unternehmen und Politik Jobsharing und insbesondere Topsharing fördern. „Es mangelt noch sehr an strukturellen Voraussetzungen für weibliche Führungskräfte. Arbeitgeber*innen müssen flexiblere und verlässlichere Arbeitsbedingungen schaffen, mit familienfreundlichen Terminregeln und mehr Angeboten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, sagt Cornelia Wanke, HCF-Vorstandsmitglied und Mitgründerin des Vereins Spitzenfrauen Gesundheit. „Mit der mangelnden Repräsentation von Frauen verschenkt die Branche viel Potenzial“, ergänzt Johanna Nüsken, BMC-Geschäftsführerin. Die Unterzeichnenden der Erklärung sind sicher: Wer die Weichen stellt für mehr Frauen in Entscheidungsfunktionen des Gesundheitswesens, stellt gleichzeitig die Weichen für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Systems.

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