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StudieJede dritte Klinik will Personal abbauen

Kommunen haben kein Geld, die Behandlung wird teurer, Kliniken müssen sparen. Die Situation verschärft sich.

In den kommenden Jahren werden zahlreiche Krankenhäuser geschlossen, zusammengelegt oder verkauft werden müssen. Das besagt eine Studie, die am Montag von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young vorgelegt wurde. Danach können immer weniger klamme Städte und Gemeinden wegen sinkender Steuereinnahmen die Defizite ihrer Krankenhäuser ausgleichen.

Dagegen seien private Krankenhausbetreiber wegen ihres größeren finanziellen Spielraums in einer weit günstigeren Ausgangsposition. "Sie werden in den kommenden Jahren ihren Marktanteil weiter ausbauen", heißt es in der Studie, für die die Gesellschaft aus Stuttgart 300 Krankenhausmanager und 1.500 Verbraucher in Deutschland befragt hatte.

Allerdings wachse für die Kliniken auch der Druck: Es müssten einerseits die Kosten gesenkt, andererseits die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden. "Steigenden Ausgaben und stagnierenden Einnahmen steht die unverändert anspruchsvolle Aufgabe gegenüber, die Bevölkerung mit medizinischen Leistungen auf hohem Niveau zu versorgen", sagte Ernst & Young-Partner Stefan Viering.

Nach Vierings Angaben sind die Kosten im Krankenhausbereich in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 20 Prozent gestiegen. "Und dieser Trend wird auch in den kommenden Jahren anhalten", heißt es in der Mitteilung der Prüfer. Mehr als 80 Prozent der befragten Manager erwarteten steigende Personal- und Sachkosten in den kommenden zwei Jahren, weil die durchschnittliche Bevölkerung älter werde und die Behandlungskosten stiegen.

Daher soll sowohl bei den medizinischen Verbrauchsgütern als auch beim Personal gespart werden: Jeweils etwa jedes dritte Krankenhaus (39 Prozent) will die Zahl seiner Beschäftigten in der Pflege oder der Verwaltung reduzieren. Rund 21 Prozent planen, weniger Ärzte zu beschäftigen.

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