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InterviewKlar in Führung mit Interim-Management

Wenn in Unternehmen der Healthcare-Branche Krisen bewältigt oder Vakanzen überbrückt werden müssen, leisten Interim-Manager tatkräftige Unterstützung. Interim-Managerin Brigitte Nießen spricht im Interview darüber, wie z.B. Krankenhäuser von den „Managern auf Zeit“ profitieren können.

Teamwork
Gajus/stock.adobe.com

Symbolfoto

Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit? 

Weiterentwicklung und Neues in Unternehmen haben mich schon immer fasziniert. Die Arbeit als Interim-Managerin ist sehr abwechslungsreich, anspruchsvoll und herausfordernd. Es liegt mir, mich rasch auf neue Situationen einzustellen. In meinen Projekten geht es darum, in kurzer Zeit unter hohem Druck viel zu bewegen und zu erreichen. Die kleinen und großen Erfolgserlebnisse auf der Strecke zum Ziel sind unglaublich motivierend.

In welcher Situation holen Unternehmen Sie ins Haus? 

Ich werde immer dann geholt, wenn wichtige und komplexe Veränderungen im Unternehmen anstehen, die sich auf die gesamte Organisation auswirken – also in nicht alltäglichen und schwierigen Situationen, wie zum Beispiel Post Merger Integration, Reorganisation in Folge von Firmenkäufen, Auf- und Umbauszenarien und in Krisensituationen.

Welche Fähigkeiten sind in diesen Situationen besonders gefordert? 

Absolute Fokussierung auf das Projekt, Flexibilität und Dynamik gepaart mit einem hohen Maß an kommunikativer und sozialer Kompetenz im Umgang mit allen Beteiligten sind unerlässlich in meinem Job. Und ganz wichtig: Humor.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte? 

Ich agiere auf Führungsebene, General Management und Unternehmensleitung. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt darauf sicherzustellen, dass die Ziele umgesetzt werden.

Waren Sie schon einmal in einem Krankenhaus tätig? 

Krankenhäuser spielen in allen meinen Projekten eine zentrale Rolle, entweder als Kunde, Zuweiser oder Initiator. Meine Tätigkeit drückt sich in Krankenhäusern in Beratungsmandaten aus, indem ich der Leitung meine Erfahrung und Expertise im Management zur Verfügung stelle.

Nach welchen Kriterien entscheiden Sie sich, einen Auftrag anzunehmen? 

Das erste ist das inhaltliche Kriterium: Passen Aufgabe und Kompetenzprofil zusammen? Ist diese Voraussetzung gegeben, geht es schlicht um den „Nasenfaktor“ – „die Chemie“. Mein Auftraggeber muss Vertrauen in mich haben und ich in ihn. Das dritte Kriterium betrifft meine persönliche Haltung. Hier geht es um „ethische Grundwerte“.

Selbst wenn die Chemie stimmt, kann es in einem Projekt zu Konflikten kommen. Wie gehen Sie damit um? 

Ziel ist es, die beste Lösung zu finden. Das bedeutet zuhören, Positionen formulieren, gemeinsam abwägen und entscheiden. Ein kontroverser Austausch ist Teil des Lösungsweges.

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