In der Studie mit dem Titel "Herausforderungen für kommunale Krankenhäuser in Deutschland" befragte das Unternehmen kommunale Kliniken. 86 Prozent der Befragten sehen Personalengpässe beim Pflegepersonal, 79 Prozent bei Ärzten. Auch ist der Kostendruck besonders hoch. Dabei befindet sich jedes zweite kommunale Krankenhaus in dem Dilemma, einerseits sparen, andererseits aber investieren zu müssen. Insgesamt besteht in den Bereichen Finanzierung sowie Controlling ein deutlicher Rückstand zu anderen Branchen. Die Bereiche Personal & Führung sowie Investition & Finanzierung gewinnen immer weiter an Bedeutung. Qualitätsmanagement, Aufbauorganisation und Strategieentwicklung haben demnach deutlich weniger Priorität als noch vor Kurzem.
Der Handlungsdruck bei Personalentwicklung und Finanzierung ist hoch: 72 Prozent der Studienteilnehmer räumen dem Bereich Personal, 61 Prozent dem Bereich Investition und Finanzen sowie 52 Prozent dem Controlling und Kostenmanagement maximale Priorität ein. Derzeit bewegt sich die Investitionsquote bei 5 Prozent - in der Gesamtwirtschaft bei 17,6 Prozent. Hinzu kommt bedingt durch selbstbewusste Patienten ein verschärfter Standortwettbewerb der einzelnen Häuser, sodass die Beziehungspflege zu niedergelassenen Ärzten immer wichtiger wird.
Arbeitszeit- und Vergütungsmodelle
Arbeitsrechtskonforme Arbeitszeitmodelle sind im ärztlichen Bereich flächendeckend Standard. Modelle zur Arbeitszeitflexibilisierung sind bei der Hälfte noch im Aufbau. Etwa ein Drittel verzichtet auf variable Vergütungs- und Anreizsysteme. Zudem nutzt die Mehrheit der Kliniken keine externe finanzielle Unterstützung, beispielsweise durch Factoring oder PPP-Modelle. Immerhin ein Fünftel beschäftigt sich mit der Möglichkeit von Ratings als Voraussetzung für Fremdfinanzierung.


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