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Wintersemester

Master für Digitale Transformation an der Universität Potsdam

Als erste deutsche Universität führt die Universität Potsdam zum kommenden Wintersemester einen Masterstudiengang für Digitale Transformation ein.

Universität Potsdam

Foto: Universität Potsdam

Mit einem modernen Konzept aus Forschungsorientierung, flexiblen Inhalten und Interdisziplinarität werden hier zukünftige Chief Digital Officers  (CDO) und Chief Executive Officers (CEO) für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft ausgebildet. Zunächst stehen rund 20 Studienplätze zur Verfügung. Bewerben können sich Bachelor-Absolventen der Wirtschaftsinformatik und der Informatik, aber auch der Betriebswirtschaftslehre, der Verwaltungs- und Politikwissenschaft, sofern sie über Grundlagen der Wirtschaftsinformatik oder Informatik verfügen. 

Die Digitale Transformation verändert Alltagsleben, Wirtschaft und Gesellschaft. Entsprechend groß ist die Nachfrage der Unternehmen nach Spezialisten ebenso wie nach Generalisten mit einem tiefen Verständnis für die technischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge dieser Entwicklung. Die wissenschaftlichen Gremien der deutschen Wirtschaftsinformatik haben die Digitale Transformation in ihrer gemeinsamen Rahmenempfehlung vom März 2017 zu einem Hauptausbildungsbereich erklärt. Die Universität Potsdam hat darauf reagiert und bietet nun als erste Hochschule einen entsprechenden Masterstudiengang an. „

Ergänzend zu unserer hervorragenden Informatikausbildung unser neuen Digital Engineering Fakultät, die unlängst aus dem Hasso-Plattner-Institut hervorgegangen ist, sowie unserer Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät bauen wir jetzt auch die Wirtschaftsinformatik aus“, so der Präsident der Universität Potsdam, Prof. Oliver Günther. „Das Studium orientiert sich gleichermaßen an den Herausforderungen wie den Potentialen der Digitalisierung für die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft“, so Günther.

Der Masterstudiengang Digitale Transformation umfasst die Pflichtfächer Anwendungsentwicklung mit dem Schwerpunkt Industrie 4.0 (Prof. Norbert Gronau), Mobile und Digital Business (Prof. Key Pousttchi) und Social Media Research (Prof. Hanna Krasnova). In einem dieser Pflichtfächer oder im Fach Digital Government (Prof. Moreen Heine) arbeiten die Studierenden forschungsorientiert an aktuellen Praxisthemen oder an Grundlagen der Digitalen Transformation. „Das Programm ist anspruchsvoll und erfordert überdurchschnittliches Engagement“, so Prof. Key Pousttchi, der den neuen Studiengang federführend konzipiert hat. „Wir bieten dafür nicht nur die Möglichkeit, die Digitale Transformation zu erlernen und schon im Studium mitzugestalten, sondern geben den Studenten auch viel Freiheit, ihre Lehrinhalte in einem modernen Baukastensystem selbst zusammenzustellen und so ihr eigenes Profil zu entwickeln.“

Die Schwerpunkte der Wahlpflichtfächer können tief in die Wirtschaftsinformatik führen, klassische BWL-Fächer fokussieren oder aber die Informatik und das IT Systems Engineering  in den Vordergrund stellen. Auch Themen aus der Volkswirtschaftslehre, Verwaltungswissenschaft oder der Soziologie sind verfügbar. „Die Grundidee ist nicht, das Silicon Valley nachzuahmen, sondern die ingenieurmäßige Vorgehensweise der Wirtschaftsinformatik zum Kern eines ganzheitlichen Ansatzes zu machen. Für die Digitale Transformation brauchen wir aus vielen Fächern Know-how“, erklärt Pousttchi, der davon überzeugt ist, dass Chief Digital Officer für Unternehmen und gesellschaftliche Organisationen heute nur auf diese Weise ausgebildet werden können. Auch für Gründer biete der Studiengang, die Universität und die Nähe zu den Startups in der Region ein fruchtbares Umfeld.

In der Industrie stößt das neue Angebot auf großes Interesse: „Die Universität Potsdam stattet Nachwuchskräfte mit passendem digitalen Fach- und Methodenwissen aus, um die Lücken bei der digitalen Qualifikation, dem vielzitierten 'Digital Skills Gap' zu schließen“, sagt Dr. Bernd Welz, Chief Knowledge Officer der SAP SE. Dieser strategische Ansatz sei wichtig und notwendig, um die digitale Transformation erfolgreich meistern zu können, so Welz.

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