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Uniklinik Gießen-MarburgPflegedirektoren kritisieren geplante Organisationsstruktur

Die UKGM-Geschäftsführung will die Pflege am Standort Marburg neu organisieren. So sollen die OP-Fachkräfte unter ärztliche Leitung gestellt werden. Der Verband der Pflegedirektorinnen der Unikliniken (VPU) spricht von einem "nachhaltigen Rückschlag für die Pflege".

Die Neustrukturierung im OP bedeutet unter anderem, dass Ärzte künftig die Dienstzeiten des OP-Pflegepersonals einteilen können. Zur Begründung sagt kaufmännische Geschäftsführer Holger Thiemann gegenüber der "Oberhessischen Presse": "Es muss eine vernünftige Struktur im Management funktionieren. da gab es bisher Probleme." So hätten sich offenbar die unterschiedlichen Arbeitszeiten von Ärzten und Pflegekräften als schwierig erwiesen. Die geplante Neuorganisation könne aber insbesondere Schnittstellnprobleme nicht lösen, argumentiert der VPU. "Weltweit hat sich für den Pflegedienst eine zentrale Organisation als unabdingbare strukturelle Veoraussetzung dafür erwiesen, dass moderne wissenschaftsbasierte Pflegestandards klinikweit betriebswirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden können. Wenn die im OP-Bereich eingesetzten Pfelgefachkräfte der ärztlichen Leitung unterstellt werden, ist diese zentrale Organisation nicht mehr gegeben", sagt VPU-Vorstandvorsitzende Irene Maier, die Pflegedirektorin am UK Essen ist.

Auf Kritik beim VPU stößt auch der Plan, die sieben PDL-Stellen in Marburg durch vier Bereichsleitungen zu ersetzen. Es soll Bereichsleiter für operative und nichtoperative Fächer geben, sowie für Kinder- und Frauenheilkunde und für die Psychiatrie. Der Verband kritisiert, dass über alle diese Änderungen diskutiert werde, bevor überhaupt ein Bewerber für die vakante Position des Pflegedirektors ausgewählt worden sei. "Für managementaffine Bewerber verliert die vakante Position durch die damit einhergehende Kompetenzbeschränkung deutlich an Attraktivität", sagt Irene Maier. Auf die Stelle des Pflegedirektors haben sich nach Angaben der "Oberhessischen Presse" 40 Frauen und Männer beworben.


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