Ihr zufolge gibt es keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen der medizinischen Qualität eines Hauses und seinem wirtschaftlichen Erfolg. Ein weiteres Ergebnis lautet: Die Qualität wird für den Patienten nicht nachvollziehbar gemessen. Die Ergebnisse stünden vor dem Hintergrund der jüngst schwachen Qualitätsentwicklung des deutschen Gesundheitssystems, heißt es bei KPMG. Im Qualitätsranking des Euro Health Consumer Index 2012 belege die Bundesrepublik nach einem guten Platz 6 im Jahr 2009 jetzt nur noch Platz 14. Deutschland betreibe nach KPMG-Berechnungen bei mittelmäßiger Qualität das drittteuerste Gesundheitssystem im OECD-Vergleich. "Das deutsche Gesundheitssystem braucht ein Vergütungssysetm, das nicht allein auf Quantiät, sondern auf nachhaltige Qualität setzt", sagt Studienleiter Volker Penter . Dies müsse schnell geschehen, anderenfalls drohe Deutschland im internationalen Vergleich weiter an Boden zu verlieren.
Lauterbach kündigt konkrete Vorschläge an
Man müsste das System so umstellen, dass Qualität honoriert würde, kommentierte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die Ergebnisse der KPMG-Studie gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Seine Partei werde in den nächsten Wochen konkrete Vorschläge für eine Reform des Systems machen. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Jens Spahn übte ähnliche Kritik, ging aber nicht ganz so weit: Reformen dürften nicht zu übermäßiger Bürokratie bei der Dokumentation führen, sagte er.


Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Jetzt einloggen