Georg Thieme Verlag KG

MitarbeiterbindungProfessionelle Kommunikation verbessert Betriebsklima

Viele Krankenhäuser vernachlässigen die interne Kommunikation mit den eigenen Mitarbeitern – mit teilweise verheerenden Konsequenzen für das Betriebsklima. Eine professionelle interne Kommunikation hingegen motiviert und bindet Mitarbeiter viel stärker an das eigene Unternehmen.

Hausposttasche
AdobeStock/Björn Wylezich

Symbolfoto

„War of talents“ heißt es heute oft. Moderne Arbeitnehmer in Krankenhäusern sind aber keine Soldaten, sondern Menschen, die sich gerne in außergewöhnlicher Weise in ihrem Job engagieren. Und die dafür etwas von ihrem Arbeitgeber erwarten. Nämlich zum Beispiel transparente, wertschätzende und professionelle Kommunikation.Kommunikation kostet jedoch Zeit und Geld – beides Ressourcen, die Krankenhäuser nicht im Überfluss haben.

Aber was sie derzeit und perspektivisch noch weniger haben, sind motivierte, qualifizierte und vor allem treue Mitarbeiter. Deshalb lohnt es sich, die interne Kommunikation als Investition in eine hoffentlich langlebige Beziehung zwischen Arbeitgeber und -nehmer zu sehen. Dafür reicht es aber nicht aus, mal hier und da eine interne Meldung zu verteilen, die Mitarbeiter-Zeitschrift quartalsweise zu drucken oder den Chefarzt auf dem Flur zu informieren.

Eigene App – das digitale Intranet für die Hosentasche

Information ist eine immaterielle Ware mit hohem Wert. Ein Wert, den sich der Absender von Botschaften unbedingt zu Nutze machen sollte. Denn die Neuigkeit kommt beim Empfänger nicht nur als Neuigkeit an. Die Art und Weise wie er sie erhält, erzählt dem Empfänger auch etwas über die Bedeutung, die der Absender ihm, dem Empfänger, beimisst. Schnelligkeit, Professionalität (in Inhalt, Form und look & feel) sowie Konsistenz der Botschaften sind dabei relevante Größen. Eine transparente und zeitnahe Kommunikation setzt mehrere Bedingungen voraus: eine konsentierte Vision für das Haus, daraus abgeleitet klare, strategische Ziele, eine professionelle Kommunikationsabteilung, die eng mit der Führung des Krankenhauses zusammenarbeitet und last not least moderne Formen der Informationsverbreitung.

Dazu kann zum Beispiel eine Mitarbeiter-App zählen. Wenn das gedruckte PDF mit den neuesten Nachrichten über den Neubau, die Tarifverhandlungen, die Fusionspläne etc. die Beschäftigten erreicht, sind sie für die Ohren der Kolleginnen und Kollegen oft schon alt. Aber dann haben Sie – Stichwort Wertschätzung – die News nicht von „oben“ erhalten, sondern von seitwärts. Eine vertane Chance des Managements, den Beschäftigten zu zeigen, dass es sie ernst und wichtig nimmt.

Mit einer App, eine Art digitales Intranet für die Hosentasche und damit ideal für alle Beschäftigten, die keinen eigenen Arbeitsplatz haben (und das trifft für die größte Berufsgruppe im Krankenhausalltag zu: der Pflege), können alle Mitarbeiter zeitgleich, schnell und analog zu modernen Rezeptionsgewohnheiten (Fotos, ggf. Video) Infos empfangen. Wichtig ist allerdings: Auch hinter dem Einsatz einer App muss ein strukturierter Plan stehen, der aus bloßer Informationsweitergabe strategische Unternehmenskommunikation macht.

Mitarbeiter wollen Anerkennung

Natürlich verhindert auch eine App nicht die Gerüchteküche. Aber: Schnelligkeit, Transparenz und professionell aufbereitete Texte zeigen dem Mitarbeiter: Ich bin diese Info wert. Und dem Management geben sie mit jeder Veröffentlichung die große Chance, die Vision des Hauses zweifelsfrei zu kommunizieren und damit jedem einzelnen Mitarbeiter eine Orientierung zu geben. Wenn Kolleginnen und Kollegen außerdem in digitalen Formaten Fragen stellen oder Kommentare hinterlassen können, auf die die Unternehmenskommunikation oder das Management zeitnah antworten, hat das Krankenhaus schon sehr viel für die Mitarbeiterbindung getan. So werden aus Mitarbeitern treue Fans des Unternehmens.

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