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Best-Practice-Award 2017Prospitalia sucht Impuls- und Ideengeber

Der Einkaufsdienstleister Prospitalia sucht für seinen „Best-Practice-Award“ Bewerber aus Krankenhäusern, die Lösungen zur Optimierung ihres Einkaufs entwickeln und umsetzen. Kriterien sind Innovationsgrad, Effektivität, Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit.

Prospitalia

Preisverleihung: Die Gewinner des Best-Practice-Awards 2016 sind Eckart Barthle (3. Platz), Vitos GmbH, Dirk Keiner (1. Platz), SRH Zentralklinikum Suhl, und Ralf Bannwarth (2. Platz), Alb Fils Kliniken (v.l.n.r.).

Nach Ansicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gibt es in Deutschland 500 Krankenhäuser zu viel. Angesichts dessen stehen deutsche Kliniken unter enormem Konkurrenzdruck. Daher werden Erfolgsmodelle nicht unbedingt an die große Glocke gehängt. Dabei ist gerade der Erfahrungs- und Wissensaustausch essenziell, um tatsächlich wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Ulmer Einkaufsdienstleistungsgesellschaft Prospitalia, die deutschlandweit 1.237 Einrichtungen im Akut- und Pflegebereich zu ihren Mitgliedern zählt, möchte den Austausch fördern. „Haben Sie in Ihrem Einkauf innovative Lösungen entwickelt und umgesetzt, die zur Optimierung Ihrer Gesundheitseinrichtung beigetragen haben? Dann werden Sie Impuls- und Ideengeber“, lautet der Ausschreibungstext für den „Best-Practice-Award“, den die Einkaufsgemeinschaft bereits zum zweiten Mal für den Bereich Einkauf und Logistik im Krankenhaus ausgelobt hat.  

Etikettierungsidee für Intensivstationen prämiert

Schon im vergangenen Jahr sei es beim Best-Practice-Award „nicht darum gegangen, das Innovativste der Welt auszuzeichnen“, betont Jury-Mitglied und Gesundheitsunternehmer Heinz Lohmann, „sondern eine nutzerfreundliche, praktische, nachhaltige, gut funktionierende logistische Idee zu belohnen“. Den ersten Preis gewonnen haben in diesem Jahr Dirk Keiner und sein Team der Krankenhausapotheke des SRH Zentralklinikums Suhl, denn sie haben mit einer besonderen Etikettierungsidee auf den Intensivstationen ihres Klinikums die Patientensicherheit erhöht. Kliniken müssen eine Vielzahl an Etiketten unterschiedlicher Größe einkaufen und vorrätig halten. In der intensivmedizinischen Versorgung werden gleich zwei unterschiedliche Etikettensorten benötigt: kleinere Labels für Spritzen und größere für Perfusoren (Spritzenpumpen). In Suhl hat die Krankenhausapotheke aber eine andere Idee realisiert: sie kombiniert die (größeren) Hintergrundetiketten mit den (kleineren) Spritzenetiketten. Neben der deutlich verbesserten Sicherheit auf Patientenseite rechnet sich das Beschriftungssystem auch für die Klinik: Die Stationen brauchen weniger Spenderboxen für Etiketten, außerdem werden jetzt weniger Etikettenrollen bestellt.

Auch in diesem Jahr sind die Gewinnkriterien für den Preis neben dem Innovationsgrad, der messbaren Effektivität und der Nachhaltigkeit der jeweiligen Lösung auch der Grad der Übertragbarkeit auf andere Einrichtungen. Daher muss es sich um ein in der Praxis realisiertes Projekt handeln. Einsendeschluss ist der 15. Februar 2017, die Preisverleihung findet im Rahmen des Prospitalia-Jahreskongresses 2017 in Stuttgart statt, der unter anderem die zunehmende Digitalisierung im Krankenhauswesen und deren Einflüsse auf das Datenmanagement und die Einkaufsprozesse thematisieren wird. Der erste Platz ist mit 5.000 Euro dotiert, Bewerbungen sind ausschließlich für Prospitalia-Vertragseinrichtungen zugelassen.

Hier können Sie sich für den Best-Practice-Award bewerben.

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